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Bodylift - Die Ganzkörperstraffung

Ein Bodylifting, auch Ganzkörperstraffung oder Lockwood-Methode genannt, ist ein Eingriff der plastisch-ästhetischen Chirurgie, der mehrere Methoden zur Hautstraffung und oft auch eine Fettabsaugung (Liposuktion) verbindet, um die gesamte Körperform zu ändern. Der Bodylift kommt vor allem nach starken Gewichtsschwankungen, die eine deutliche Fettschürze hinterlassen haben, zum Einsatz. Es ist der umfangreichste Eingriff in der Schönheitschirurgie, kann aber kostengünstiger und effektiver als eine Vielzahl kleinerer Operationen über einen längeren Zeitraum sein.

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Bodylift Ganzkörperstraffung

Was ist sein Bodylift?

Das Bodylifting wurde von dem amerikanischen Arzt Ted Lockwood in den 90er Jahren entwickelt und deshalb auch als Lockwood-Methode bezeichnet. Die von ihm entwickelte “untere Körperstraffung” (engl. lower body lift) kombiniert mehrere Eingriffe und ermöglicht so mehrere Körperregionen gleichzeitig und besonders umfangreich zu straffen. Aufgrund der langen Dauer der Operation und der damit verbundenen höheren Risiken bevorzugen viele Ärzte mehrere kleinere Eingriffe nacheinander vorzunehmen.

Wie läuft ein Bodylift ab?

Die Körperstraffung wird vor allem in Betracht gezogen, wenn der Patient eine stark ausgeprägte Fettschürze nach einem deutlichen Gewichtsverlust hat. Der Chirurg zeichnet daher die geplante Schnittführung und die zu entfernenden Hautbereiche am stehenden Patienten ein. Die Operation erfolgt unter Vollnarkose und dauert meist zwischen 4-6 Stunden, kann aber auch bis zu 12 Stunden in Anspruch nehmen. Mitunter werden bei dem Eingriff Methoden der Fettabsaugung zum Einsatz gebracht, um Bereiche zu konturieren, die mit einem Lifting nicht behandelt werden können.

Nach der Operation ist mit einem Aufenthalt von bis zu einer Woche in der Klinik üblich. Es ist mit einer Ausfallzeit von 1-2 Monaten zu rechnen, in denen in der Regel auch ein Kompressionsmieder getragen werden muss. Generell wird zwischen dem “Unteren Bodylift” und dem “Oberen Bodylift” unterschieden.

Unterer Bodylift

Die Straffung des Unterkörpers, also Bauch, Hüften, Po und Oberschenkel entspricht der ursprünglichen von Lockwood entwickelten Methode. Diese Form der Körperstraffung wird häufiger durchgeführt als der obere Bodylift und verbindet eine Straffung der Bauchdecke, der Oberschenkel und des Pos in einer Operation. Der Chirurg führt auf Höhe des Beinansatzes einen gürtelförmigen Schnitt (um den ganzen Körper), um das Unterhautfett von den Muskelhäuten zu trennen. Der Bauchnabel wird dabei in der Regel umschnitten und später in eine neue Position gebracht. Danach werden die Muskelhäute gestrafft und die überschüssige Haut darüber entfernt. Danach führt der Chirurg noch eine Oberschenkel- und eine Po-Straffung durch.

Oberer Bodylift

Der obere Bodylift kombiniert eine Straffung der Brust, Oberarme und des Rückens. Dabei wird zur Straffung der Oberarme ein Schnitt zwischen Ellbogen und Achsel durchgeführt und überschüssige Haut entfernt. Zur Bruststraffung wird je nach Umfang ein Anker- oder i-Schnitt durchgeführt, um erschlafftes Gewebe zu entfernen, und am mittleren Rücken werden auf beiden Seiten, für Frauen ca. auf Höhe der BH-Linie, ein Schnitt gesetzt.

Narbenverlauf und -aussehen

Ein unteres Bodylift vereinigt eine Bauch-, Gesäß- und Oberschenkelstraffung in einer Operation. Dementsprechend bilden sich lange Narben im Gürtelbereich sowie in der Leiste und Gesäßfalte und ggf. an den Innenseiten der Oberschenkel. Diese Narben sind aufgrund der Spannung der Haut nach der Vernähung am Ende der Abheilung relativ aufällig, lassen sich aber, bis auf die Narben an den Unterschenkeln in der Regel gut unter der Unterwäsche verbergen. Ging der Eingriff mit einer Versetzung des Bauchnabels einher, entstehen außerdem feine Narben rund um den Bauchnabel, die allerdings sehr wenig auffallen.

Das obere Bodylift führt zu sichtbaren Narben an den Innenseiten der Oberarme bis zur Achsel. Die aus der Rückenstraffung resultierende Narbe verschwindet in der Regel unter dem BH. Der Narbenverlauf der sich aus der Bruststraffung ergibt, ist abhängig von der gewählten Schnitttechnik. Häufig ist eine Versetzung der Brustwarzen unumgänglich, weshalb eine kreisrunde Narbe um den Warzenvorhof entsteht. Nach der Abheilung ist diese allerdings sehr unauffällig. Sichtbar bleiben in jedem Fall die Schnitte, die senkrecht von der Brustwarze zur Unterbrustfalte und in der Unterbrustfalte gesetzt werden. Das Ausmaß der Narbenbildung ist immer abhängig von der Menge des zu entfernenden Hautüberschusses. Je schlanker demnach die Person, umso kürzere Narben sind möglich.

Wann kommt eine Körperstraffung in Frage?

Ein Bodylift wird in der Regel nach starkem Gewichtsverlust, zum Beispiel durch mehr Sport und Ernährungsumstellungen oder auch nach einem Magenbypass, einer Schlauchmagen-Operation oder dem Einsatz eines Magenbands, durchgeführt. Besonders bei starkem Übergewicht, aber auch nach einer Schwangerschaft wird die Haut stark gedehnt und kann sich nicht mehr zurückbilden. Die Folge ist eine sogenannte Fettschürze, also ein herabhängender Hautüberschuss, der die ganze Taille verdecken kann. In solchen Fällen kann es einfacher sein, den gesamten Körper in einer Operation zu straffen und zu modellieren, als eine Vielzahl einzelner Operationen über einen längeren Zeitraum durchzuführen. Letztendlich muss der Chirurg entscheiden, welche Variante besser ist, da eine derart umfangreiche Operation auch mehr Risiken und eine hohe Belastung für den Körper darstellt. Auch sollte ein Bodylinfting nur durchgeführt werden, wenn der Patient sein ideales Körpergewicht erreicht hat.

Welche Vorteile hat ein Bodylift?

Bodylift Ganzkörperstraffung

Der große Vorteil eines kompletten Bodyliftings ist, dass nur eine Operation nötig ist, um mehrere Körperregionen zu straffen. Zum einen ist das mit weniger Kosten verbunden als die Operationen einzeln durchzuführen, zum anderen wird es auch gesamt weniger Ausfalls- und Erholungszeit geben als dies bei 3-4 Eingriffen der Fall ist. Ähnlich wie ein Mommy Makeover kann nahezu der ganze Körper verändert werden und damit ein sehr umfangreiches ästhetisches Ergebnis erzielt werden.

Gerade nach einer erheblichen Gewichtsabnahme kann eine zurückbleibende Fettschürze ein starker emotionaler Rückschlag sein, wenn man dennoch mit seinem Äußeren nicht glücklich ist. Leider lässt sich dieses überschüssige Gewebe auch mit Sport oder einer speziellen Ernährung nicht beseitigen. Hier kann ein Bodylift eine gute Lösung sein, um die eigene Taille wieder hervorzuheben und dem ganzen Körper eine neue Kontur zu verleihen. Es können sich auch einige gesundheitliche Vorteile anschließen. Zum Beispiel kann die überschüssige Haut hygienisch problematisch sein und Hautpilz verursachen. Durch Entfernung der Hautlappen lassen sich entsprechende Probleme permanent beseitigen.

Welche Risiken gibt es beim Bodylift?

Das Bodylifting ist die umfangreichste Operation in der ästhetischen-plastischen Chirurgie und daher auch mit mehr Risiken verbunden als die meisten anderen Operationen.
Bei dem Eingriff müssen mehrere, teils lange Schnitte durchgeführt werden, dadurch ist eine sichtbare Narbenbildung unvermeidbar. Diese befinden sich am Beinansatz, oberhalb des Schamhügels, oberhalb des Po-Ansatzes und an der Oberschenkelinnenseite. Soweit wie möglich wird er Chirurg die Schnitte so setzen, dass diese in den Bereich der Unterwäsche fallen und auch in einem Bikini oder einer Badehose zumindest weitgehend verdeckt sind.

Durch den Umfang des Eingriffes und die vergleichsweise großen Wundhöhlen zählt vor allem eine lange Wundheilung mit erhöhtem Risiko von Wundinfektionen und daraus resultierenden Entzündungen. Daher ist auch eine sehr ausführliche Beratung zwischen Chirurgen und Patienten nötig, um zu entscheiden, ob ein einzelner Eingriff wirklich mehreren Operationen vorzuziehen ist.

Wie finde ich die richtige Klinik?

Nicht jeder Arzt und jede Klinik führen Bodyliftings durch. Viele Ärzte sehen den Eingriffen mit zu großen Risiken verbunden und bevorzugen daher eine Aufteilung auf mehrere weniger umfangreiche Operationen. Da es sich um einen sehr aufwändigen und langen Eingriff handelt, sollte ein Arzt mit einer langjährigen Erfahrung in der plastisch-ästhetischen Chirurgie, besonders bei Hautstraffungen, gewählt werden. Um die Operationsdauer zu verkürzen, kann es auch vorkommen, dass zwei Chirurgen gleichzeitig operieren. In einem solchen Fall sollten beide bereits öfter zusammen gearbeitet haben und auch schon gemeinsam mehrere Bodyliftings durchgeführt haben.

Facharzt Körperstraffung

Ihr behandelnder Chirurg sollte sich unbedingt ausreichend Zeit für Sie nehmen und Sie ausführlich über die Vorteile aber auch die Nachteile und Alternativen Informieren und Sie bei Ihrer Entscheidung beraten. Sie sollten einen Arzt wählen, dem Sie vollständig vertrauen, müssen aber damit rechnen, dass nicht jeder Chirurg die Operation durchführen möchte. In einem solchen Fall sollten Sie sich genau überlegen, ob Sie unbedingt eine Körperstraffung durchführen lassen möchten oder ob nicht doch mehrere Eingriffe mit dem Chirurgen Ihrer Wahl in Frage kommen.

Nicht zuletzt sollten Sie auch beachten, dass Sie nach der Operation für einige Tage in der Klinik bleiben müssen. Daher sollten Sie auch eine Klinik wählen, die das gewährleisten kann und in der Sie sich auch zur Nachsorge wohlfühlen.

Was kostet ein Bodylift?

Aufgrund der langen Operationsdauer und des aufwändigen Eingriffs mit langer Nachbetreuung ist ein Bodylifting auch mit hohen Kosten verbunden. Je nach Umfang sind für die komplette Behandlung mit 8.000-12.000 Euro zu rechnen. Diese können aber zum Teil von der Krankenkasse erstattet werden, insbesondere dann, wenn die Operation eine direkte Folge einer Adipositas-Behandlung ist.