Open Roof Nase nach HöckerabtragungOpen Roof Nase nach Höckerabtragung

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Jeder Patient macht sich von seiner Nasenkorrektur bestimmte Vorstellungen. Stellt sich jedoch nach einiger postoperativer Zeit heraus, dass das Ergebnis überhaupt nicht zufriedenstellend ausfällt, ist dies verständlicherweise eine große Belastung für die Betroffenen. Weicht die Nase stark von dem Bild ab, welches angestrebt wurde, kann dies an einer durch den Eingriff verursachten Deformität liegen.

Bei der Korrektur der Höckernase kann es zur Ausbildung einer Open Roof Deformität kommen, die mit einer deutlich breiteren Nase und anderen optischen Veränderungen einhergeht.

Als „open Roof“ oder Open Roof Nase bezeichnet man eine Lücke am Nasenrücken ähnlich einer Rille. Diese entsteht, wenn das Nasendach nach dem Abtragen des Knochens nicht vollständig zusammenwächst.

Was ist ein Open Roof?

Ein Open Roof entsteht bei der Entfernung eines großen bis mittelgroßen Höckers auf der Nase und einer damit verbundenen geschlossen Nasenkorrektur. Dabei handelt es sich noch nicht um die Deformität, sondern um eine notwendige Maßnahme den Nasenhöcker zu entfernen.

Wie der Name Open Roof vermuten lässt, ist die Nase vergleichbar mit einem Haus mit Satteldach. Man stelle sich dabei vor, dass die Dachspitze abgetragen wird, wobei die Seitenteile des Hauses stehen bleiben. Dies geschieht bei der Entfernung des überschüssigen Knochens mit Hilfe eines Meißels auf der Nasenoberseite. Das auf diese Art eröffnete Nasendach erhielt die passende Bezeichnung Open Roof.

Die beiden verbleibenden Seitenflächen müssen anschließend wieder zusammengeführt werden, um die Öffnung zu verschließen. Dazu ist eine sogenannte Osteotomie notwendig. Das bedeutet, die Seitenknochen der Nase werden gebrochen, zur Mittellinie hin zusammengeführt und dort fixiert, damit keine Bewegungen im Bruchspalt stattfinden können und das Zusammenwachsen reibungslos verlaufen kann.

Die Open Roof Deformität wird erst im Heilungsverlauf sichtbar, wenn bei der Osteotomie Fehler gemacht wurden. Doch auch bei völlig fehlerfreiem Vorgehen, kann sich diese Erscheinung zeigen.

Verfügt ein Patient über sehr dicke Haut und lediglich einen kleinen Nasenhöcker, kann das Open Roof bestehen bleiben und wird äußerlich nicht auffallen. Bei eher dünner Nasenhaut oder Abtragung großer Mengen Knochen, ist jedoch ein Abzeichnen der entstandenen Lücke und Seitenflächen nach dem Abklingen der Schwellung wahrscheinlich. Oftmals wirkt die Nase optisch breiter und es zeigen sich vertikale Linien auf dem Nasenrücken oder eingesunkene Nasenhaut über der Lücke.

In den meisten Fällen stellt die Open Roof Deformität ein rein kosmetisches Problem dar, weil sie nicht mit Schmerzen einher geht. Wächst jedoch die Schleimhaut mit der Nasenhaut im Bereich der Deformität zusammen, kann dies durchaus schmerzhaft und damit behandlungsbedürftig sein.

Nach ungefähr 4 postoperativen Wochen sollte sich ein korrekt verschlossenes Open Roof dauerhaft verwachsen haben. Bis zu diesem Zeitpunkt darf von außen kein Druck auf die Nase ausgeübt werden. Unter Umständen ist es nämlich auch bei einem korrekt durchgeführten Eingriff möglich, ein Open Roof im Nachhinein aufgrund von Druckausübung zu induzieren.

Wie wird das Open Roof behandelt?

Die Open Roof Behandlung stellt eine Folgeoperation nach der Höckernasenkorrektur dar. Unabhängig davon, ob ein Operationsfehler für die Entstehung verantwortlich war oder nicht, ist das Vorgehen abhängig vom Ausprägungsgrad der Deformität.

Dieser ergibt sich aus den noch vorhandenen Seitenknochen der Nase.

  • Weisen sie eine ausreichende Höhe auf, kann eine erneute Osteotomie, also die Zusammenführung und Fixierung der Seitenflächen an der Mittellinie, ausreichen um die Deformität zu behandeln.
  • Weisen die Seitenknochen zu wenig Substanz auf, sodass eine eine Zusammenführung nicht mehr möglich ist, muss die Lücke mit entsprechenden Knorpeltransplantaten ausgeglichen werden.Zum Einsatz kommen vor allem autologe Implantate aus der Ohrmuschel oder aus dem Nasenseptum. Wird mehr Substanz zum Ausgleich benötigt, kann auch autologer Rippenknorpel zur Rekonstruktion verwendet werden.

Ist die Deformität, die aufgrund des Open Roofs ausgelöst wird, nur mit kleineren Unebenheiten verbunden, können zur Korrektur unter Umständen Injektionen z.B. mit Hyaluronsäure, zum Einsatz kommen. Die unregelmäßigen Knochenstrukturen werden bei diesem Vorgehen zwar lediglich kaschiert, allerdings lässt sich, je nach Indikation, ein optisch zufriedenstellendes Resultat erzielen, ohne einen erneuten chirurgischen Eingriff vorzunehmen. Die Resultate sind jedoch maximal ein Jahr lang sichtbar. Danach muss die Prozedur erneut durchgeführt werden, da in der Regel, aufgrund der besseren Verträglichkeit, abbaubare Filler Verwendung finden.

Wann kommt die Korrektur des Open Roofs in Frage?

Die Open Roof Deformität wird meist erst nach der Abheilungsphase, in Folge einer Nasenhöckerkorrektur, sicht- bzw. fühlbar. In der Regel führt sie zu keinen körperlichen Einschränkungen, wie Atemproblemen oder Schmerzen. Eine Korrektur ist deshalb nicht zwingend erforderlich. Wird dennoch eine Verbesserung angestrebt, kann nur ein Arzt nach eingehender Begutachtung feststellen, um welche Art der Deformität es sich handelt und entsprechende Maßnahmen vorschlagen.

Im Falle des Open Roof ist in den meisten Fällen ein operativer Eingriff notwendig, um eine optische Anpassung zu erzielen. Kleinere Unebenheiten lassen sich manchmal auch mit einer minimal-invasiven Filler-Injektion kaschieren.

Welche Risiken bestehen bei der Korrektur der Open Roof Deformität?

Im Prinzip bestehen die gleichen Risiken, die sich auch aus dem vorangegangenen Eingriff ergeben haben. Neben Schwellungen und Blutergüssen, die nach einigen Wochen von selbst wieder verschwinden sollten, ist die Nase meist druckempfindlich. Es können auch langanhaltende Sensilbilitätsstörungen auftreten. Ein gewisses Risiko für Infektionen oder Nachblutungen kann, wie bei jedem operativen Eingriff, auch bei einer Rhinoplastik nicht vollständig ausgeschlossen werden

Wichtig zu beachten ist, dass gerade eine Nasenkorrektur einen komplexen und komplizierten Eingriff darstellt, der nicht selten zu Korrekturmaßnahmen führt. Selbst bei korrektem Vorgehen kann das Knochenwachstum des Körpers nicht vorhergesagt werden und läuft unter Umständen nicht so ebenmäßig ab, wie erhofft.

Wie finde ich die passende Klinik?

Die Open Roof Deformität ist nicht zwangsläufig auf Fehler des Chirurgen zurückzuführen. Umso wichtiger, sich von Anfang an in die besten Hände zu begeben. Eine derart komplizierte Operation kann nur mit viel Erfahrung, möglichst von einem Spezialisten für Rhinoplastiken, zu einem ansprechenden Ergebnis mit den geringsten Komplikationsrisiken führen. Weiterhin ist darauf zu achten, dass bereits im Vorgespräch darauf hingewiesen wird, dass Nachkorrekturen bei Nasen-OPs notwendig werden könnten und dass diese möglichst schon im Behandlungspreis inkludiert sind bzw. die Möglichkeit einer Folgekostenversicherung durchgesprochen wird.

Diese Punkte sollten Sie bei der Klinikwahl beachten:

  • Ist die Klinik gut zu erreichen?
  • Werden moderne Behandlungsformen angeboten?
  • Ist das medizinische Equipment auf dem neuesten Stand?
  • Besitzen die Fachärzte viel Erfahrung?
  • Ist der Arzt vertrauenswürdig?
  • Werden die Hygiene- und Sauberkeitsstandards eingehalten?

Muss ich die Kosten einer Open Roof Korrektur selbst tragen?

Die Höckernasenkorrektur ist in der Regel eine Operation, die aus medizinischen Gesichtspunkten nicht notwendig ist. Diese aus rein ästhetischen Gründen durchgeführten Eingriffe werden nicht von der Krankenkasse getragen, sodass auch die Nachkorrektur aufgrund eines unbefriedigenden Ergebnisses in den meisten Fällen nicht übernommen wird.
Wer für die OP aufkommt ist letzten Endes abhängig von den Abmachungen, die vor dem ersten Eingriff getroffen wurden. Manche Ärzte bieten kostenlose oder zumindest günstigere Nachkorrekturen an. Des Weiteren kann sich der Patient auch mit einer Folgekostenversicherung auf diesen Fall vorbereiten.

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