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Augenbrauentransplantation

Die Augenbrauentransplantation ist eine Variante der Haartransplantation mit dem Ziel, die Augenbrauen zu verdichten. Die Brauen schützen in erster Linie die Augen vor Fremdkörpern oder Schweiß, haben in den letzten Jahren aber auch als Schönheitsideal wieder an Bedeutung gewonnen. Angeborene Fehlbildungen, Narben oder fortschreitendes Alter können Gründe sein, warum die Brauenhaare ausdünnen oder unvollständig wachsen. Häufig sind die Haarwurzeln aber durch zu häufiges Zupfen (Überzupfen) so geschädigt, dass die Haare nicht mehr von selbst nachwachsen. Das Verpflanzen körpereigener Haare aus dem Nackenbereich bietet dann eine natürliche Alternative zu Permanent-Make-Up oder Tätowierung der Augenbrauen.

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Was ist eine Augenbrauentransplantation?

Die Augenbrauentransplantation ist ein Eingriff der Eigenhaartransplantationen, einer Operation, bei der körpereigene Haare an einer neuen Position verpflanzt werden. Im Normalfall werden die Haare vom Hinterkopf entnommen, da die der restlichen Gesichtsbehaarung am nächsten kommen und Narben gut verdeckt werden können.

Bisher wurde der Eingriff vor allem zur Korrektur von kahlen Stellen am Kopf, dünnem Haar- oder Bartwuchs und zur Reduktion einer hohen Stirn eingesetzt. In den letzten Jahren hat sich der Trend zu dünnen Augenbrauen, allem voran durch Topmodel Cara Delevingne, umgekehrt. Allerdings kann das häufige und starke Zupfen der Brauen die Haarwurzeln dauerhaft schädigen, wodurch die Haare nicht mehr natürlich nachwachsen. Der Eingriff wird daher vor allem bei Frauen ab Mitte 30 nachgefragt, da das Haarwachstum permanent gehemmt wurde. Auch ein fortschreitendes Alter und hormonelle Schwankungen können ein Ausdünnen der Haare mit sich führen. Daher wird der Eingriff sowohl von Frauen als auch von Männern ab 50 oft durchgeführt.

Welche Gründe gibt es für eine Augenbrauentransplantation?

Eine Eigenhaarverpflanzung bei den Augenbrauen wird vor allem von Frauen zwischen 35-45 sowie Männern und Frauen ab 50 durchgeführt. Mit der Operation können sowohl ausgedünnte Haare in Folge von Alter, Krankheiten, Hormonschwankungen oder Verletzungen der Haarwurzel durch Zupfen, als auch kahle Stellen, zum Beispiel durch Narben, korrigiert werden.
Zwar erfüllen die Brauen zum Schutz der Augen vor Fremdkörpern wie Staub und Schmutz oder Nässe wie Schweiß und Regen durchaus einen wichtige Aufgabe, medizinisch relevant ist der Eingriff aber nicht. Daher werden auch die Kosten nicht von der Krankenkasse übernommen.

Häufigster Grund für die Operation sind zu dünne Augenbrauen in Folge einer Schädigung der Haarwurzeln. Lange Zeit galten dichte Augenbrauen bei Frauen als unästhetisch und wurden aus modischen Gründen daher stark gezupft. Dabei werden aber auch die Haarwurzeln mit in Mitleidenschaft gezogen, und die Haare wachsen mitunter gar nicht mehr nach. Da markante Augenbrauen sich in den letzten Jahren zunehmender Beliebtheit erfreuen, sehen viele Ärzte in der Augenbrauentransplantation aktuell einen der großen Trends der plastisch-ästhetischen Chirurgie.

Methoden der Eigenhaartransplantation

Operativ unterscheiden sich die Methoden zur Augenbrauentransplantation nicht von jenen der normalen Eigenhaartransplantation. Daher hat der Chirurg auch hier die Wahl zwischen der F.U.T.-Methode (Follicular Unit Transplantation) und der F.U.E.-Methode (Follicular Unit Extraction).

F.U.T.-Methode (Follicular Unit Transplantation)

Bei der F.U.T.-Technik wird für das Spenderhaar ein ellipsenförmiger Haarstreifen am Hinterkopf des Patienten entnommen. Aus diesem Grund wird sie auch Streifentechnik genannt. Die Haarwurzeln werden dann einzeln aus dem Hautstreifen gelöst und in ihre neue Position verpflanzt.

F.U.E.-Methode

Die F.U.E.-Technik zeichnet sich dadurch aus, dass die Spenderhaare einzeln, im Ganzen mit Haarwurzel, entnommen werden. Ein Vorteil dieser Methode ist, dass dabei keine Narben entstehen. Dafür ist der Eingriff aber entsprechend zeitaufwändiger.

Ablauf der Augenbrauentransplantation

Unabhängig vom gewählten Verfahren markiert der Chirurg die Bereiche, in die die Haare transplantiert werden sollen. Im Falle der Augenbrauen ist daher besonders wichtig genau zu klären, wie diese verlaufen und wie dicht sie am Ende sein sollen.

Je nach Methode wird dann ein Haarstreifen (F.U.T.-Technik) oder die Haare im Einzelnen (F.U.E.-Technik) aus dem Hinterkopf entfernt und dann für die Transplantation von Spezialisten vorbereitet. Kommt die F.U.T.-Methode zum Einsatz müssen die einzelnen Haarfollikel im Labor aus dem Hautstreifen gelöst werden. Dieser wird später wieder an seine ursprüngliche Stelle gebracht und vernäht. Es verbleiben zwar kleine Narben, die Stelle wird aber in der Regel so gewählt, dass diese durch die umliegenden Haare verdeckt werden.

Während die Haarfollikel aufbereitet werden, muss der Chirurg mit einer sogenannten Hohlnadel die Augenbrauen perforieren, also für jedes Haar einzeln winzige Einpflanzkanäle schaffen. Der Arzt setzt das Spenderhaar dann Stück für Stück mit einer Spezialpinzette ein. Pro Braue müssen mitunter über 300 Haare einzeln transplantiert werden. Die Operation dauert daher auch bis zu 4 Stunden.

Im Anschluss folgen für jede Haartransplantation noch detaillierte Anweisungen zur Pflege. Da der Eingriff unter lokaler Betäubung stattfindet, können Patienten danach direkt nach Hause gehen. Bis das endgültige Ergebnis feststeht, wird es allerdings 6-10 Monaten dauern. In den ersten Tagen sind die Augenpartien stark angeschwollen, wodurch man 1-2 Wochen kaum gesellschaftsfähig ist. Zu einer Ausfallzeit kommt es allerdings nicht, und die Schwellungen lassen sich meist gut mit einer großen Sonnenbrille verstecken.

Vorteile einer Augenbrauentransplantation

Augenbrauentransplantation

Die Augenbrauen sind ein zentraler Punkt des Gesichts und bestimmen damit das ganze Aussehen mit. Mit einer Haartransplantation lassen sich insbesondere Schäden durch starkes Zupfen der Augenbrauenhaare wieder permanent korrigieren. Im Gegensatz zu Augenbrauenstiften und Permanent-Make-Up sieht das Ergebnis auch vollkommen natürlich aus und muss nicht regelmäßig wiederholt werden.

Im Gegensatz zu vielen anderen Operationen hinterlassen Haartransplantationen selbst bei genauem Hinsehen kaum sichtbare Narben, da zur Verpflanzung der Haare nur kleine Löcher gestochen werden müssen. Sind diese erst einmal vollständig abgeheilt, lassen sich die Brauen danach auch wieder den Wünschen entsprechend behandeln. Dabei sollte aber beachtet werden, diese nicht erneut zu “überzupfen”.

Risiken und Nachteile der Augenbrauentransplantation

Haartransplantationen gelten grundsätzlich als sicher und weitestgehend schmerzfrei. Weder auffällige Narbenbildung noch ernste gesundheitliche Risiken sind zu erwarten. An der Entnahmestelle kann es kurz nach dem Eingriff zu Schmerzen kommen und auch die Augenpartien werden in den ersten Tagen stark geschwollen sein. Außerdem besteht bei jeder Haartransplantation immer das Risiko, dass die Haare abgestoßen werden. In der Regel bleiben aber 90% der eingesetzten Haare lebenslang erhalten.

Der größte Unterschied zu herkömmlichen Eigenhaartransplantationen liegt darin, dass sich die Haare an den Augenbrauen von jenen am Kopf unterscheiden. Zwar passt sich das Spenderhaar nach einer Weile an, jedoch ist bei der Platzierung der Haare besondere Genauigkeit bei der Wuchsrichtung geboten. Diese verschafft den Brauen seine natürliche geschwungene Form und ist daher ausschlaggebend für das gesamte Aussehen der Augenpartien. Auch erfordern die neuen Augenbrauen eine ausgiebige Pflege, da Kopfhaar länger wächst als natürliche Brauenhaare. Daher müssen diese nach der Transplantation regelmäßig gekürzt werden.

Kriterien bei der Klinikwahl

Eine Haartransplantation ist ein sehr aufwändiges und zeitintensives Verfahren. Der Eingriff wird sowohl von Plastisch-Ästhetischen Chirurgen als auch von Fachärzten für Dermatologie angeboten. Entscheidend sollte daher vor allem eine langjährige Erfahrung und Expertise speziell in diesem Gebiet sein.

Facharzt und Klinik

Da es sich bei einer Augenbrauentransplantation um einen Eingriff nahe dem Auge handelt, der eine sehr genaue Analyse und Beachtung der Wuchsrichtung der einzelnen Haare benötigt, sollte man einen Arzt wählen, der den Eingriff regelmäßig durchgeführt hat und Ergebnisse vorzeigen kann, die den eigenen ästhetischen Vorstellungen entsprechen.

Der Preis sollte bei einem ästhetischen Eingriff letztendlich nie entscheidend sein. Lassen Sie sich nur von Ärzten behandeln, die sich ausreichend Zeit nehmen, Ihnen den Ablauf, die Risiken und die Vorteile möglicher Verfahren nahebringen. Das daraus entstehende Vertrauensverhältnis ist auch entscheidend für den Behandlungserfolg.

Kosten der Augenbrauentransplantation

Die Kosten einer Augenbrauentransplantation hängen vor allem von der Dauer des Eingriffs ab. Dieser dauert im Schnitt zwischen 2-4 Stunden und Kostet in der Regel 2.000-4.000 Euro. Müssen beide Augenbrauen nahezu komplett transplantiert werden, müssen ca. 600 Haarfollikel gewonnen und eingesetzt werden. Die Kosten können sich dann auch auf über 4.500 Euro belaufen.