Für immer schlank: Kommt Fett nach einer Fettabsaugung wieder zurück?

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Dies ist wohl die häufigste Frage, die sich Patienten vor einer Fettabsaugung stellt. Oftmals wird behauptet, dass einmal abgesaugte Fettzellen für immer verschwunden sind. Doch entspricht dies wirklich den Tatsachen? Diese Frage lässt sich nicht mit einem klaren Ja oder Nein beantworten.

Die genetische Prädisposition bestimmt das Körpergewicht

So gut wie alle Menschen finden an ihrem Körper Zonen, die sich jeglichen Diätversuchen und Sportprogrammen entziehen. An welchen Stellen und in welcher Menge der Körper Depotfett anlagert, ist genetisch determiniert und zu versuchen, das programmierte Idealgewicht zu unterschreiten, kann sich als ein schwieriges Unterfangen herausstellen. Die Neigung mancher Menschen schneller Fett einzulagern, ist mittlerweile sogar von wissenschaftlicher Seite bestätigt worden. Das Fett des Körpers befähigt einen Menschen bis zu 40 Tage ohne Nahrung zu überleben. Was in früheren Zeiten über Leben und Tod entscheiden konnte, ist heutzutage in unseren Breitengraden kaum noch ein Thema. Auf der anderen Seite mündet eine zu starke Fixierung auf den Körper nicht selten in Abhängigkeitsproblematiken, wie Magersucht oder Sportsucht und kann zu einer völlig verzerrten Selbstwahrnehmung führen.

Eine FettabsaugungFettabsaugung bietet hier die Möglichkeit, Problemzonen gezielt zu bearbeiten und trotz genetischer Anlage das Erscheinungsbild des Körpers nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten.

Was passiert mit überflüssigen Kalorien nach einer Fettabsaugung?

Um der Frage nachzugehen, ob das Fett nach einer Fettabsaugung überhaupt zurückkehren kann, lohnt sich ein Blick auf die biochemischen Vorgänge im Körper. Die Fettspeicherung erfolgt in Form von Lipiden in Fettzellen. Wird mehr Energie aufgenommen, als der Körper benötigt, wird diese in der Regel in den vorhandenen Fettzellen gespeichert. Das Prinzip der Liposuktion besteht in der Entfernung von Fettzellen aus einem definierten Areal des Körpers mittels Kanülen. Diese Fettzellen sind nach der Behandlung verschwunden und nicht mehr in der Lage, sich mit Fett zu füllen. Jedoch werden niemals alle vorhandenen Fettzellen entfernt und schon gar nicht am kompletten Körper. Bei einer leichten Gewichtszunahme wird das überschüssige Fett also in die verbliebenen Fettzellen eingelagert. Die gute Nachricht ist, dass die behandelten Körperbereiche, angesichts der verminderten Anzahl an Fettzellen, weniger von der Fetteinlagerung betroffen sind. Ist die Gewichtszunahme also nicht gravierend, bleiben die Resultate der Liposuktion trotzdem sichtbar.

 

Anders sieht es dagegen aus, wenn die Gewichtszunahme mehr als 10 % des Köpergewichts ausmacht. Der menschliche Körper verfügt über sogenannte pluripotente Stammzellen. Das sind Zellen, die in der Lage sind, sich in alle Formen von Körperzellen umwandeln zu können – demnach auch in Fettzellen. Überschreitet die Kalorienaufnahme ein bestimmtes Maß, kann deshalb auch nach einer Liposuktion eine massive Gewichtszunahme nicht ausgeschlossen werden. Zwar betrifft auch dies die abgesaugten Bereiche quantitativ gesehen weniger, aber der Mythos, dass einmal entfernte Fettzellen an diesen Stellen nicht mehr in Erscheinung treten können, ist nicht haltbar.

Die Liposuktion ist kein Garant für dauerhaften Erfolg

Zusammenfassend lässt sich schlussendlich sagen, dass eine Fettabsaugung allein keine Garantie für die stabile Traumfigur bedeutet. Soll das neue Körpergewicht dauerhaft Bestand haben, muss der Lebensstil zwangsläufig entsprechend angepasst werden. Menschen, die bereits vor dem Eingriff einen gesunden Lebenswandel etabliert haben und ohne Probleme in der Lage sind, ihr Gewicht auf einem konstanten Level zu halten, profitieren eher langfristig von ihrer Fettabsaugung. Aber auch wenn gesunde Ernährung und Sport bisher kein Thema waren, kann das neue Körpergefühl nach einer Liposuktion einen Ansporn darstellen, das Gewicht dauerhaft beibehalten zu wollen.

Gesunde Ernährung und Sport bleiben wichtig

Stark schwankendes Körpergewicht ist ungesund. Schon allein aus diesem Grund lohnt es sich, die Ernährung und Lebensweise ausgewogen und gesund zu gestalten. Weniger stark verarbeitete Lebensmittel wie Fertigprodukte und mehr selbst zubereitete Mahlzeiten mit einem gesteigerten Ballaststoffanteil (Gemüse) können helfen, die Kalorienzufuhr dem Tagesverbrauch anzugleichen und zu einem schnelleren Sättigungsgefühl beizutragen. Sport ist dafür weniger gut geeignet. Menschen überschätzen gern den Kalorienverbrauch, der sich aus sportlicher Aktivität ergibt. Dennoch ist Sport extrem nützlich zur Stabilisierung des Gewichts, denn Muskeln stellen den größten Motor der Fettverbrennung dar. Durch regelmäßigen Sport und den damit verbundenen Aufbau von Muskelmasse, erhöht sich der Grundumsatz, also der Kalorienverbrauch des Körpers pro Tag bei vollständiger Ruhe. Auf diese Art wird es möglich, sein Gewicht ein Leben lang konstant zu halten.