eHealth MediDate GmbH

Brustoperationen vor oder nach der Schwangerschaft - Worauf ist zu achten?

Eine Brustoperation geht mit etlichen Vorüberlegungen einher, aber besonders für Frauen, die einen Kinderwunsch hegen, stellt sich schnell die Frage nach dem günstigsten Zeitpunkt.

Sollte die Veränderung der Brust lieber bis nach der Familiengründung warten? Welche Auswirkung hat ein bereits durchgeführter Eingriff auf auf Aussehen und die Funktionalität der Brust bei und nach einer Schwangerschaft?

Für Ihr individuelles Angebot

Was ist Ihre derzeitige Körbchengröße?

Für Ihr individuelles Angebot

Welche Körbchengröße wünschen Sie sich?

Für Ihr individuelles Angebot

Welche Implantatform wünschen Sie sich?

Für Ihr individuelles Angebot

Hatten Sie bereits eine Schönheits-OP?

Für Ihr individuelles Angebot

Was wäre für Sie das wichtigste Kriterium bei der Klinikauswahl?

Für Ihr individuelles Angebot

Wie lang darf der Anfahrtsweg zur Klinik sein?

Für Ihr individuelles Angebot

Wann soll die Operation stattfinden?

Für Ihr individuelles Angebot

Sind Sie an einer Finanzierung interessiert?

Für Ihr individuelles Angebot

Wie sind Sie krankenversichert?

Sehen Sie jetzt das aktuelle Angebot in Ihrer Nähe.

Ich stimme den Datenschutzbestimmungen und AGB zu

Brustvergrößerung: Vor oder nach Schwangerschaft?

Wann ist der beste Zeitpunkt für eine Brustoperation bei gleichzeitigem Kinderwunsch?

Die Frage nach dem passenden Zeitpunkt für eine Brustoperation kann jede Frau nur für sich beantworten. Grundsätzlich raten Fachärzte aber zu einem Eingriff nach abgeschlossener Familienplanung, da das Risiko für Komplikationen am geringsten ist. Für manche Frauen ist diese Vorstellung jedoch utopisch da die Unzufriedenheit mit der eigenen Brustform zu groß ist.

Nach einer Brustoperation sollte generell mindestens 3 – 4 Monate mit einer Schwangerschaft gewartet werden. Danach ergeben sich im Regelfall keine Komplikationen aus dem zuvor durchgeführten Eingriff mehr.

Welche Komplikationen auftreten können und ob diese die Funktionalität der Brust beeinträchtigen können, hängt allerdings auch von der jeweiligen Operation ab. Vor allem Brustkorrekturen bei denen auch die Brustwarze versetzt wird können bei späteren Schwangerschaften die Stillfähigkeit beeinträchtigen.

Verändert sich die operierte Brust nach der Schwangerschaft?

Häufig besteht die Angst, mit Implantaten vergrößerte Brüste würden durch eine Schwangerschaft so stark verändert, dass ein erneuter Eingriff unumgänglich ist. Tatsächlich basiert das Brustwachstum in der Schwangerschaft auf einem Zusammenspiel von Hormonen, welche die Brustdrüse vergrößern, dem schwankenden Körpergewicht und dem Milcheinschuss, der nochmals postnatal zu einer Volumenzunahme führt.

Je nachdem wie stark die Größenschwankungen sind bzw. wie gut die Haut in der Lage ist, sich anschließend wieder zurückzubilden, wird das Erscheinungsbild der Brust nach einer Schwangerschaft verändert. In der Regel ist es jedoch so, dass sehr kleine Brüste nicht viel Volumen dazugewinnen. Zumindest für Brustvergrößerungen, die oftmals von Frauen mit von Natur aus eher kleineren Brüsten durchgeführt werden, ist der Risikofaktor in dieser Hinsicht dementsprechend gering.

Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass durch die starke Dehnung der Haut oder eine Verkleinerung der Brustdrüse ein Hautüberschuss entsteht, der eine Bruststraffung oder Einbringung größerer Implantate notwendig macht, um die gewünschte Ästhetik der Brust wiederherzustellen.

Vor allem mit steigendem Alter wird eine schlaffere Brust aufgrund der nachlassenden Hautelastizität wahrscheinlicher. Im gleichen Maße bedingen auch sehr große Implantate eher eine Überdehnung, da die maximale Spannkraft der Haut überschritten und nicht mehr kompensiert werden kann. Schwangerschaftsstreifen sind oft die Folge. Eine angemessene Pflege mit speziellen Cremes oder Salben kann ihre Entstehung mitunter vermeiden und ist deshalb als besonders wichtig anzusehen.

Frauen die eine Brustverkleinerung oder -straffung benötigen neigen auch in der Schwangerschaft eher zu einem starken Volumenzuwachs im Brustbereich. Infolgedessen kann das Erscheinungsbild der Brust nach der Abstillung häufiger von den OP-Ergebnissen abweichen und korrekturbedürftig werden.

Ist Stillen nach Brustoperationen möglich?

Eine Komplikation, die sich nach Eingriffen an der Brust ergeben kann, ist die Verletzung der Brustdrüse. Aufgrund immer ausgereifterer Technik und der Brustoperation als Standard-OP konnte das Risiko dafür in den vergangenen Jahren stetig gesenkt werden. Trotzdem gibt es verschiedene Techniken, die mehr oder weniger geeignet sind, wenn die Stillfähigkeit erhalten werden soll.

Stillen mit Brustimplantaten

In der Regel wählt der Chirurg einen Schnitt in der Unterbrustfalte und bringt die Implantate hinter dem Brustmuskel ein. Dabei ist es sehr unwahrscheinlich das zum Stillen notwendige Drüsengewebe zu verletzen, da kein direkter Kontakt zu diesem zustande kommt. Das gleiche gilt auch bei einem Achselschnitt.

Lediglich der Schnitt rund um den Brustwarzenhof geht mit einem höheren Komplikationsrisiko einher, weil dabei schnell die Milchausführungsgänge Schaden nehmen können. Dieser Zugang kommt bei Brustvergrößerungen aber kaum noch zum Einsatz.

Die Frage, ob Brustimplantate beim Stillen stören, kann in aller Regel mit nein beantwortet werden. Der Einsatz der Implantate hinter den Brustmuskel lässt es erst gar nicht mit der milchproduzierenden Brustdrüse in Berührung kommen, und selbst das Einbringen vor dem Muskel erfolgt hinter der Brustdrüse. Wurden die Kissen professionell eingesetzt, können sie durch das Saugen des Babys weder in der Position verändert, noch beschädigt werden.

Ebenfalls ist wissenschaftlich nicht bestätigt worden, dass Silikon aus den Kissen in die Muttermilch übergeht und das Neugeborene schädigen kann.

Stillen nach einer Bruststraffung und -verkleinerungen

Das weitaus größere Risiko für das Einbüßen der Stillfähigkeit ergibt sich bei einer Brustverkleinerung bzw. Bruststraffung. Bei diesem komplizierten Eingriff müssen im Regelfall die Brustwarzen angehoben werden. Um die Funktion dieser zu erhalten, werden sie mitsamt allen Blutgefäßen und Nerven nach oben versetzt. Eine Garantie, dass dies ohne Probleme abläuft, kann nicht gegeben werden. Zusammen mit der höheren Wahrscheinlichkeit eines Absackens der Brust nach der Geburt ist eine Brustverleinerung oder -straffung erst nach Abschluss der Familienplanung ratsamer.

Fazit

Generell gilt: Bei Brustvergrößerungen, Bruststraffungen und Brustverkleinerungen in Verbindung mit kurzfristigem Kinderwunsch ist das Warten sinnvoll. Vorhersagen, wie sich die Brust im Verlauf der Schwangerschaft verändert, sind wegen der individuellen Körperreaktionen unmöglich. Es besteht das Risiko, dass die Brüste nach dem Abstillen nicht mehr so aussehen wie nach der OP und nachkorrigiert werden müssen. Zudem ist eine Schwangerschaft, die kurz nach einer Brustoperation eintritt, eine große Belastung für das Gewebe und die Narben, die als Resultat auffälliger erscheinen können.

Ein Risiko, dass die Stillfähigkeit nach einer Brustkorrektur beeinträchtig wird besteht in erster Linie nur bei Verkleinerungen und Straffungen. Bei Vergrößerung mit Brustimplantaten ist es hingegen sehr unwahrscheinlich, dass die Milchdrüsen verletzt werden und das Säugen somit nicht mehr oder nur eingeschränkt möglich ist.

Unabhängig davon, ob eine Brust-OP vor der Schwangerschaft vorgenommen wurde und nachkorrigiert werden soll oder der Eingriff generell erst nach dem Abstillen erfolgt, muss beachtet werden, dass es nach der Schwangerschaft ca. ein Jahr dauert, bis sich das Brustgewebe wieder normalisiert hat. Erst danach kann die Form beurteilt und eine Brustoperation in Erwägung gezogen werden.