Gewebe-Expander für Brustvergrößerungen

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    Ob genetisch bedingt oder durch eine Krebserkrankung, Frauen die sich eine Brustvergrößerung wünschen, aber über sehr wenig Brustgewebe verfügen, benötigen eine spezielle Vorbereitung der Brust. Um Platz für das Implantat zu schaffen, wird häufig ein spezieller Gewebe-Expander einsetzt.

    Was ist ein Gewebe-Expander?

    Ein Gewebe-Expander dient dazu, ausreichend Platz für ein Brustimplantat zu schaffen, wenn die Brust der Patientin sehr straff ist. Krankheitsbedingt kann eine sehr kleine, straffe Brust durch eine fehlende Anlage der Brustdrüse bedingt sein. Nach einer Mastektomie aufgrund einer Brustkrebserkrankung ist oftmals ebenfalls zu wenig Platz für den sofortigen Einsatz eines Implantats auf einer Seite der Brust oder beidseitig.

    Ein Gewebe-Expander ist zunächst einmal eine leere Hülle aus Silikon, die mit einem Ventil versehen ist. Durch dieses Ventil kann physiologische Kochsalzlösung in den Hohlraum eingeleitet werden. Durch die Ausdehnung des Expanders, dehnt sich auch die darüber befindliche Haut langsam aus. Dieser Vorgang kann zunächst etwas unangenehm sein, da die Menge der eingeleiteten Flüssigkeit so hoch sein muss, dass ein Dehnungsreiz in der Haut ausgelöst wird.

    Expander existieren in verschiedenen Formen, um den anatomischen Besonderheiten jedes Patienten Rechnung tragen zu können. Der Expander formt die Tasche in die später das Implantat eingesetzt wird. Es ist sehr wichtig, dass Expanderform und Implantat möglichst übereinstimmen, um ein ästhetisches Ergebnis zu gewährleisten und das Risiko für Komplikationen möglichst gering zu halten.

    Expander kommen nicht nur bei der Brustvergrößerung oder -rekonstruktion zum Einsatz. Auch zur Gewinnung von Haut, die zum Ersatz bei Verbrennung benötigt wird, werden Expander genutzt.

    Becker – Expander

    Der Becker – Expander ist eine Weiterentwicklung des normalen Expanders. Der Unterschied besteht darin, dass dieser nicht ausgetauscht werden muss, sondern als Implantat im Gewebe verbleibt. Der Becker – Expander besteht aus einem Silikonmantel und einem hohlen Kern. Dieser Hohlraum lässt sich nach dem normalen Expander – Prinzip mit Kochsalzlösung befüllen. Nachdem auch bei dieser Technik eine Überdehnung erfolgt ist, wird die überschüssige Flüssigkeit am Ende durch das Ventil abgelassen.

    Wie wird ein Gewebe-Expander eingesetzt?

    Handelt es sich um eine Rekonstruktion der Brust, erfolgt die Einbringung des Expanders entweder in der OP, in der die Brustdrüse entfernt wird oder in einem separaten Eingriff. Der Chirurg bildet in der Brust eine Tasche unterhalb des Brustmuskels, in die der Expander eingesetzt wird. Nach der Einbringung wird dieser mit einer gewissen Menge Flüssigkeit befüllt. Die Menge ist abhängig vom Spannungsgrad der Haut. Das verschließen der Wunde erfolgt, nach der Einbringung von Drainagen, mittels Nähten oder Verklebung. Im Anschluss muss während der Heilungsphase ein spezieller Brustgurt oder Sport-BH getragen werden.

    Die Brustwarze kann aus der anderen verbliebenen, wenn sie groß genug ist, übertragen werden. Für den Fall, dass sie zu klein ist, kann ein Stück der Bauchhaut transplantiert werden. Grundsätzlich wird bei diesem Vorgang gerne dunkler pigmentierte Haut transplantiert oder aber die Brustwarze in speziellen Kliniken tätowiert.

    Die regelmäßige Auffüllung mit Kochsalzinjektionen erfolgt im Anschluss an die OP im ein bis zwei Wochentakt. Nach jeder Injektionssitzung wird der Haut Zeit gegeben, sich zu dehnen und an das größere Volumen anzupassen. Zur Auffindung des Expanders nutzt der Arzt einen Magnetfinder und spritzt mit einer dünnen Nadel die Flüssigkeit durch das Ventil ins Innere. Der Expander kann in der Regel bis zu 500 ml Flüssigkeit fassen. Um in der Haut einen Dehnungsreiz auszulösen, können 5-10 Sitzungen mit jeweils 50-100 ml Injektionsvolumen notwendig sein, um die gewünschte Brustgröße zu realisieren. Anschließend sind weitere 3 Monate abzuwarten, bevor der Expander in einer weiteren Operation gegen ein Implantat ausgetauscht werden kann. Da nach der Entfernung des Expanders die Haut natürlicherweise wieder etwas zusammenschrumpft, muss zuvor etwas mehr Flüssigkeit (ca. 200 ml) in den Expander geleitet werden, als für das geplante Implantat notwendig wäre. Für den Einsatz der Implantate werden die alten Narben vom Expander-Einsatz verwendet. Anschießend ist, wie auch bei einer Brustvergrößerung ohne Expander, das Tragen eines Brustgürtels für ein ansprechendes Ergebnis obligatorisch.

    Beim Wiederaufbau nur einer Brust kann es unter Umständen notwendig sein, auch in die gesunde Brust ein Implantat einzusetzen oder sie zu straffen, um beide einander anzugleichen.

    Welche Vorteile hat der Gewebe-Expander

    Die Operation gestaltet sich weniger kompliziert, als wenn eine Rekonstruktion mittels Lappenplastik durchgeführt wird, die an anderer Stelle am Körper entnommen werden müssen. Auch die Narbenbildung beschränkt sich dadurch auf den Brustbereich und die Risiken sind dementsprechend geringer.

    Bei einer Brustvergrößerung, die aus rein ästhetischen Gründen durchgeführt wird, kann ein deutlich höheres Brustvolumen erzielt werden, wenn um mehr als zwei Körbchengrößen vergrößert werden soll.

    Welche Risiken bestehen bei einer Brustkorrektur mittels Expander?

    In der Rekonstruktionschirurgie zur Brustwiederherstellung können sich unter Umständen Probleme durch die ausgedünnte Haut ergeben. Um das Risiko des Wiederauftretens eines Tumors gering zu halten, wird in der Regel so viel Gewebe wie möglich aus der Brust entfernt. Das führt dazu, dass die verbleibende Haut deutlich ausgedünnt und durch die Expanderdehnung nochmals dünner wird. Das kann dazu führen, dass sich das Implantat deutlich unter der Haut abzeichnet.

    In seltenen Fällen besteht die Möglichkeit eines Auslaufens der Kochsalzlösung durch einen Defekt im Einlassventil.

    Ansonsten ergeben sich für die Brustvergrößerung mittels Expander sie gleichen möglichen Komplikationen, wie bei der Brustvergrößerung ohne Expander. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Wundheilungsstörungen, Infektionen und Blutungen, die bei keinem chirurgischen Eingriff völlig ausschließbar sind.

    Um die endgültigen Implantate bildet sich im Laufe der Jahre eine Kapsel aus Bindegewebe. Verhärtet sich diese, spricht man von einer Kapselfibrose, die schlimmstenfalls einen Austausch der Implantate notwendig macht. Sie tritt nur noch selten auf. Jedoch erhöht sich das Risiko eine Kapselfibrose zu entwickeln, wenn Implantate bestrahlt werden. Sind also nach der Amputation der Brust Bestrahlungen geplant, sollte eine Rekonstruktion erst danach in Erwägung gezogen werden.

    Welche Kriterien sollten bei der Wahl der Klinik beachtet werden?

    Im Falle einer Brustrekonstruktion sollte eine Klinik gewählt werden, die auf die Behandlung von Brustkrebs spezialisiert ist. Dort arbeiten Gynäkologen und Onkologen Hand in Hand mit plastischen Chirurgen, die umfassende Erfahrung in Behandlungsmethoden nachweisen. Die zertifizierte Brustkrebskliniken bieten in der Regel alle gängigen Verfahren zur Brustrekonstruktion an, sodass die Patienten eine maximale Auswahlmöglichkeit haben.

    Aber auch in allen anderen Fällen, in denen der Expander-Einsatz zur Realisierung der gewünschten Brustgröße und -form notwendig ist, sollte die Wahl des plastischen Chirurgen mit Bedacht erfolgen. Sowohl der Einsatz des Expanders als auch die anschließende Brustvergrößerung mittels Implantaten erfordert ein hohes Maß an Erfahrung und Fingerspitzengefühl des Chirurgen. Die richtige Klinik zu finden ist jedoch nicht einfach. Viele Kliniken bieten die gleiche Leistung, unterscheiden sich allerdings in Qualität und Service.

    Checkliste für die Klinikwahl

    • Ist die Klinik gut zu erreichen?
    • Ist das medizinische Equipment auf dem neusten Stand?
    • Besitzen die Ärzte genug Erfahrung?
    • Vertrauen Sie dem Arzt?
    • Werden die Hygiene- und Sauberkeitsstandards eingehalten?
    • Gibt es Erfahrungsberichte und Bewertungen?