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Narbenpflege - eine wirksame postoperative Prophylaxe

Jeder kennt Narben. Schon ein kleiner unvorsichtiger Schnitt mit dem Messer ist nicht nur schmerzhaft, sondern hinterlässt auch seine Spur. Die Heilung verläuft meist spontan und wird mit der Zeit unsichtbar. Leider gibt es Narben, die nach Operationen zwangsläufig entstehen und bleiben. Eine sorgfältige Narbenpflege kann dem geschädigten Gewebe helfen.

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Viele Methoden und Praktiken erweisen sich als hilfreich, um die Narbenbildung zu begrenzen und die Haut geschmeidig zu halten. Doch nicht immer fällt es den Betroffenen leicht, ihre Narben zu pflegen. Die Stelle ist sensibel und Berührungen werden als unangenehm empfunden, da man ein Taubheitsgefühl, aufgrund der unvermeidlichen Nervendurchtrennung, rund um die Narbe verspürt.
Es dauert eine gewisse Zeit, bis man die vernarbte Stelle automatisch mitpflegt. Doch eine intensive postoperative Behandlung ist wichtig, um mögliche Veränderungen des Gewebes zu unterbinden. Neben bestimmten Massagetechniken und Kompressionen kann die Verwendung spezieller Salben bereits prophylaktisch wirken, wie eine Studie belegt.

Postoperative Erfahrungen

Nach Operationen oder einem Trauma erleben 30% – 50 % der Betroffenen ihre Narben als psychische Belastungen. Nicht nur, dass die Menschen ein Problem mit der Optik hätten, vielmehr können verhärtete und gerötete unphysiologische Narben bei Bewegungen Schmerzen auslösen.
Bei der Narbenbildung unterscheidet man zwischen Narbenkeloiden und hypertrophen Narben. Diese neigen dazu, sich nach einigen Monaten über den eigentlichen Narbenbereich auszudehnen. Narbenkeloide hingegen überschreiten den Rand der ursprünglichen Wunde und können über mehrere Jahre wachsen. Die Therapie dieser Phänomene erweist sich oft als problematisch, so dass der Prävention eine stärkere Rolle zukommt.

Effektive Maßnahmen

Während der plastische Chirurg mit gewebeschonenden Techniken einen möglichst spannungsfreien Wundverschluss erzielen kann, haben sich auch positive Effekte von Narbengel in einer Studie belegen lassen. Empfohlen werden Salben, die eine Kombination des Wirkstoffes Heparin, Zwiebelextrakt und Allantoin enthalten. In einer Studie von Willital et al., wird eine positive Reaktion auf Juckreiz, Spannungsgefühl, Schmerzen, Rötungen und Verhärtungen festgestellt.

Pflege

Wichtig ist es, sich einer täglichen Pflege zu unterziehen.
Eine Narbenmassage verhilft zu stärkerer Durchblutung und damit vorbeugend zur Lockerung von Verklebung im Bindegewebe. Mit folgender Technik können Sie Ihr Gewebe schonend und effektiv behandeln (die nachfolgend beschriebenen Massagestriche sollten schnell und jeweils ca. 5-10 Mal ausgeführt werden)

  • Massieren Sie mit dem Zeigefinger um die Narbe herum
  • Massieren Sie mit dem Finger diagonale Linien über das Narbengewebe
  • Massieren Sie kreuzende Linien in die andere Richtung
  • Im Anschluss an die Massage erfolgt ein sanftes, breitflächiges Ausstreichen über die Narbe und das umliegende Gewebe.

Die Massage kann man mit oder ohne Salbe oder Gel durchführen. Auf jeden Fall ist eine Behandlung des Gewebes notwendig, um die Haut geschmeidig zu halten. Egal, welche Art Operation bei Ihnen durchgeführt wurde oder wie Sie sich eine Narbe zugezogen haben, ist eine Narbenpflege für eine optimale Versorgung des geschädigten Gewebes notwendig und hilfreich.