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Wir haben Beauty-Expertinnen befragt: Sind Muttermale für euch Marke oder Makel?

Wir haben Beauty-Expertinnen befragt: Sind Muttermale für euch Marke oder Makel?

In unserem ersten Teil unseres Sommer-Specials zum Thema Muttermale haben wir euch ausgefallene Bodypaints gezeigt. Sie sollen auf eine wichtige Botschaft aufmerksam machen: Schützt eure Muttermale im Sommer!

Doch wie kann man sich schützen und was ist, wenn man ein Muttermal entfernen möchte? Sei es aus gesundheitlichen oder optischen Gründen. Wir haben Beauty-Bloggerinnen zu ihren Erfahrungen befragt und waren erstaunt, wie viele von ihnen bereits mit diesem Thema in Berührung gekommen sind.


“Mit meinen Muttermalen verbinde ich nicht nur Positives”

Meine Muttermale gehören zu meinem Körper und sind Teil meines Aussehens. Allerdings verbinde ich mit ihnen nicht nur Positives. Ich habe viele Muttermale auf meinem Körper verteilt und besonders viele hatte ich bis zuletzt auf dem Rücken. Dass ich einige Muttermale habe, hat mich an sich nie gestört. Die größeren Muttermale auf meinem Rücken mochte ich jedoch noch nie wirklich. Vor einiger Zeit habe ich mich deshalb dazu entschieden, einige größere Muttermale am Rücken entfernen zu lassen. Das war für mich die richtige Entscheidung.

Dennoch sehe ich Muttermale nicht generell als Makel an. Für mich waren einige Muttermale störend, aber ich lebe gerne mit den noch vorhandenen und verstecke diese auch nicht. Schließlich machen sie mich doch ein wenig individueller. Hat man einige Muttermale, ist es äußerst wichtig, sie im Sommer gut zu schützen. Ich trage regelmäßig Sonnencreme mit einem hohen Lichtschutzfaktor auf und lege mich mit dem Rücken nicht so lange in die Sonne. So schütze ich meine Muttermale optimal.

Maike Sauer

Maike Sauer

Auf Maikes Blog Maikikii, benannt nach ihrem eigenen Spitznamen, erfahrt ihr Wissenswertes in Sachen Gesundheit, Beauty, Fitness und Fashion. Die Lifestyle-Bloggerin gibt zusätzlich spezielle Reise- und Musikberichte und lässt dabei ihren Gedanken zu den verschiedensten Themen freien Lauf.
Blog: www.maikikii.de



“Vorsorgetermine sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen”

Ich bin ein sehr heller und gefährdeter Hauttyp mit mehreren Muttermalen am Körper. Daher muss ich zu ausreichendem Sonnenschutz greifen, mindestens Lichtschutzfaktor 20, oder mich so kleiden, dass meine Haut bedeckt wird. Der Grund, warum dieses Thema so wichtig für mich ist: ein zunächst harmlos erschienenes Muttermal am Schienbein. Nach einiger Zeit habe ich jedoch entdeckt, dass sich um das Muttermal herum ein roter Kreis gebildet hat. Daraufhin habe ich natürlich sofort einen Termin beim Hautarzt gemacht. Die Diagnose: das Muttermal muss entfernt werden, um abzuklären, ob es gutartig ist.

Die Tage bis zum Anruf kamen mir vor, wie eine Ewigkeit. Umso erleichterter war ich natürlich, als ich die erlösende Nachricht bekam. Auch wenn zum Glück nichts Schlimmeres passiert ist, so habe ich aus der Sache gelernt, auf meine Haut und meine Muttermale noch mehr Acht zu geben. Seitdem habe ich mich mit meiner hellen Haut abgefunden und setze sie keinen Solariumgängen oder intensiven Sonnenbädern aus. Ich kann nur jedem raten, seine Muttermale regelmäßig abchecken zu lassen und Vorsorgeuntersuchungen nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Auch wenn ich vielleicht vorsichtiger sein muss als andere, stehe ich zu meinen Muttermalen nach wie vor, denn die gehören einfach zu mir.

Colli

Colli

Colli und ihre Schwester teilen auf ihrem Blog tobeyoutiful alles rund um die Themen Beauty, Lifestyle und Mode. Collis größte Leidenschaft: Lippenstifte. Auch von mattem Nagellack, Erdnussbutter und Pistazieneis bekommt sie einfach nicht genug.
Blog: www.tobeyoutiful.com



“Meine Muttermale habe ich auf Bildern oft wegretuschiert”

Muttermale waren für mich immer eher Makel als Markenzeichen. Egal, wie rein und ebenmäßig mein Teint war, da waren stets diese asymmetrisch verteilten Flecken, die das Gesamtbild irgendwie unruhig wirken ließen. Ich würde lügen, wenn ich sagte, dass ich nicht mehrmals mit dem Gedanken gespielt habe, die Muttermale beim Hautarzt entfernen zu lassen. Da es dafür bisher jedoch nie eine medizinische Indikation gab und ich die Eingriffe daher hätte selber zahlen müssen – bei acht auffälligen Muttermalen ist das eine sehr kostspielige Angelegenheit – habe ich bisher darauf verzichtet.

Da Sonnencreme die beste Anti-Aging-Pflege ist, trage ich das ganze Jahr über täglich Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor. Dass so auch meine Muttermale das ganze Jahr über optimal geschützt sind, ist mehr als nur ein netter Nebeneffekt.

Wenn ich in der Vergangenheit auffällige Looks für mein Blog geschminkt habe, habe ich die Muttermale öfter wegretuschiert (so auch auf dem Foto hier), da ich die Befürchtung hatte, sie würden das Gesamtbild unruhig wirken lassen. Ein Maler malt schließlich auch lieber auf einer ebenmäßigen als auf einer gefleckten Leinwand! Als ich dies meinen Lesern offenbarte, erhielt ich jedoch nicht ausschließlich positives Feedback. So meinte eine Leserin zum Beispiel, dass es „realer, näher und persönlicher“ wirke, wenn Blogger zu ihren vermeintlichen Makeln stehen und nicht jedes Muttermal oder Pickelchen wegretuschieren. Seit ich weiß, dass meine Leserinnen und Leser sich kaum an meinen Muttermalen stören, fällt es mir etwas leichter, die Muttermale auch einfach mal Muttermale sein zu lassen – als Markenzeichen werde ich sie aber wohl nie sehen können.

Stephie

Stephie.

Stephie bloggt seit 2009 auf Sulfur & Cookies hauptsächlich über Beauty. Ihre Interessenschwerpunkte liegen vor allem im Bereich der dekorativen Kosmetik und reizarmen Hautpflege.
Blog: www.sulfurandcookies.de



“Für mich kein Makel, aber regelmäßige Kontrolle ist ein Muss”

Meine kleinen aber zahlreichen, hellbraunen Muttermale begleiten mich schon mein ganzes Leben lang. Da ich ein recht heller Hauttyp bin, habe ich natürlich als Kind in den späten 70er und frühen 80er Jahren einige ganz schöne Sonnenbrände abbekommen. Dass das oft nicht ohne Folgen bleibt, wusste man schon in den frühen 90ern. Seitdem verwende ich konsequent einen möglichst hohen Sonnenschutz. Damals habe ich auch begonnen, regelmäßig zur Kontrolle beim Hautarzt zu gehen. Meine Muttermale waren noch nie ein Makel für mich. Trotzdem habe ich immer darauf geschaut, ob sie sich verändern.

Seit der Jahrtausendwende habe ich mir einige entfernen lassen, vereinzelt waren diese bereits leicht dysplastisch. Engmaschige Kontrollen im Abstand von 3-6 Monaten waren sehr hilfreich, um die Veränderungen rechtzeitig zu erkennen. Meinen Körper halte ich deshalb so gut es geht bedeckt und verwende nicht nur im Sommer sehr hohen Sonnenschutz.

Sunny Dinius

Sunny Dinius

Sunny Dinius ist hauptberuflich im Bereich der Softwareentwicklung tätig. Auf Ihrem Ü40-Blog Sunny’s side of life schreibt sie seit fünf Jahren hauptsächlich über Mode für große Frauen mit langen Beinen sowie über Sport, Ernährung, Musik und Beauty-Themen.
Blog: www.sunnys-side-of-life.de



“Sonnenschutz ist wichtig - Und zwar 365 Tage im Jahr”

Ich habe zwar keine größeren Hautmale, wie Sommersprossen oder Leberflecke, trotzdem muss auch ich meine Haut, vor allem im Sommer, besonders gut schützen. Seit einigen Jahren habe ich eine Sonnenallergie, weswegen ich für den Körper meist spezielle Sonnencreme für Allergiker verwende. Ansonsten bin ich kein besonders heller Hauttyp, habe noch nie schnell einen Sonnenbrand bekommen. Aber ich denke, das liegt vor allem an meinen guten Schutz, auf den ich immer sehr achte. Sonnenschutz ist mir wichtig, und das nicht nur im Sommer. Natürlich ist die UV-Strahlung im Winter oder bei bewölktem Wetter geringer als in der prallen Sonne, allerdings ist sie trotzdem da. Auch hier sollte man also auf Sonnenschutz zurückgreifen. Denn wie heißt es so passend: Die Haut vergisst nichts.

Meiner Meinung nach darf man nicht vergessen, dass UV-Strahlung neben den tollen Aspekten, Steigerung der Laune, Stärkung des Immunsystems, Zustrom an Vitamin D3 und Hautbräunung, auch große Gefahren birgt: Sonnenallergien, Hautausschläge und im schlimmsten Fall Schäden im Erbgut sowie Hautkrebs. Da mir meine Gesundheit natürlich am Herzen liegt und ich diesen Gefahren vorbeugen möchte, gehört Sonnenschutz für mich das ganze Jahr über dazu. Außerdem: Wer möchte schon im jungen Jahren eine schlaffe Haut und tiefsitzende Falten haben und somit älter geschätzt werden als er in Wirklichkeit ist?

Ramona Voigt

Ramona Voigt

Beautybloggerin Ramona schreibt seit 2014 über pflegende und dekorative Kosmetik. Sie probiert gerne Neues aus, testet sich durch die bunte Welt der Beautyprodukte und teilt ihre Meinung mit Gleichgesinnten. Auf Ramona’s Beautyblog findet man überwiegend Reviews, Makeup-Looks und Produktempfehlungen.
Blog: www.ramonas-beauty-blog.blogspot.de


Vielen Dank an unsere Beauty-Expertinnen für ihre Statements!



ABCDE-Regel - So könnt ihr gefährliche Muttermale erkennen

Mithilfe der ABCDE-Regel (Asymmetrie, Begrenzung, Colour, Durchmesser und Erhabenheit) können erste Rückschlüsse auf eine mögliche Gefahr des Muttermals gezogen und Veränderungen kontrolliert werden. Wenn das Muttermal eine unregelmäßige Form, ausgefranste Ränder, einen dunklen oder verschiedenfarbigen Ton, oder eine Veränderung in Größe und Beschaffenheit aufweist, sollte man einen Dermatologen aufsuchen. Dies gilt auch bei starkem Juckreiz. Veränderte Muttermale bergen zwar eine Gefahr, eine rechtzeitige Entfernung kann das Risiko von Spätfolgen in der Regel jedoch minimieren. Auch aus ästhetischen Gründen kann eine Entfernung des Muttermals zum persönlichen Wohlbefinden beitragen.

A (Asymmetrie)
Das Muttermal ist nicht gleichmäßig in seiner Form (rund oder oval), sondern asymmetrisch.

B (Begrenzung)
Die Ränder des Muttermals sind unregelmäßig oder ausgefranst.

C (Colour)
Das Muttermal hat verschiedene Farbtöne oder wird dunkler.

D (Durchmesser)
Das Muttermal ist größer als fünf Millimeter.

E (Erhabenheit)
Das Muttermal steht etwas erhöht oder verändert sich in Größe und Beschaffenheit.

Generell gilt: Intensive und häufige Sonnenbäder oder Solariumbesuche sollten unbedingt vermieden werden, um das Hautkrebsrisiko nicht zu erhöhen. Dadurch, dass die Entstehung der Muttermale und die Gefährdung für den Körper meist genetische oder hormonelle Ursachen haben, ist ein 100%iger Schutz jedoch nie gegeben. Daher ist es umso wichtiger, alle Muttermale regelmäßig von einem Hautarzt checken zu lassen.