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Checkliste Brust-OP
Was ist vor einer OP zu bedenken?

Eine schöne weibliche Brust ist für die meisten Frauen ein wichtiges Thema.
Ungefähr 90 % sind laut einer Studie eines Unterwäsche-Herstellers unzufrieden mit dem Aussehen ihrer Brüste. Dabei wünschen sich knapp 40 % der befragten Frauen eine straffere Brust, 34 % sind dagegen unzufrieden mit der Größe und für 32 % ist die Form ihrer Brüste am wichtigsten. Jüngere Frauen unter 30 hingegen legen ihren Fokus eher auf ein schönes Dekolleté (29 %).

Denkende Frau am Fenster

Tricks, wie Push-ups, spezielle Cremes oder Brustmuskeltraining sind nicht in jedem Fall erfolgversprechende Maßnahmen. Form und Größe der Brust sind größtenteils genetisch bedingt, können demnach lediglich in geringem Maße beeinflusst werden. Auch hormonelle Veränderungen, Schwangerschaft und Stillzeit sowie Gewichtszunahme oder -reduktion wirken sich optisch auf das Erscheinungsbild der Brust aus. Aus diesem Grund denken immer mehr Frauen über eine Brustoperation nach. Aber egal aus welchen Gründen man sich mit dem Gedanken einer Operation befasst, im Vorfeld sind Überlegungen zu den eigenen Intentionen, möglichen Risiken und des Kostenaufwands wichtig und sinnvoll.

Vorüberlegungen anstellen

Ob Brustvergrößerung, -verkleinerung oder Bruststraffung, die Gründe können individuell sehr unterschiedlich sein. Jedoch stellt jede medizinisch nicht notwendige Operation ein gesundheitliches Risiko dar und sollte entsprechend nur dann durchgeführt werden, wenn der Wunsch aus dem eigenen Inneren entspringt. Abzuraten ist jedem, der einen Eingriff einem anderen Menschen zuliebe durchführen lassen will oder sich gar dazu gedrängt fühlt. Bei gesundheitlichen Problemen, die aus einer zu großen Brust resultieren, wie bspw. Rückenschmerzen, kann eine Brustverkleinerung durchaus medizinisch notwendig werden.

Was muss ich bei der Arztwahl bedenken und welche Risiken bestehen?

Um sich umfassend über die Risiken einer Brustoperation zu informieren, gilt es, einen geeigneten Arzt zu finden, der einerseits über das nötige fachliche Know-How verfügt sowie genügend Erfahrungen in seinem Fachgebiet aufweist und andererseits in der Lage ist, ein Vertrauensverhältnis zum Patienten aufzubauen. Ein guter Arzt nimmt sich ausreichend Zeit für ein oder sogar zwei Vorgespräche und gibt Auskunft über passendes (zertifiziertes) Material, die verschiedenen Schnitt- und Operationstechniken, bei denen es zu unterschiedlich starker Narbenbildung kommen kann und den möglichen Komplikationen, wie Kapselfibrosen, Nachblutungen oder Gewebeschäden. Für den Fall, dass es nach einer Brustoperation zu Wundheilungsstörungen oder bakteriellen Infektionen kommt, lassen sich diese meist gut mit Antibiotika behandeln. In seltenen Fällen führen Brustverkleinerungen zum Verlust der Stillfähigkeit oder Gefühlsstörungen in der Brustwarze.

Auf die fachliche Meinung des Arztes sollte immer großer Wert gelegt werden. Er kann am besten entscheiden, ob eine Operation anatomisch umsetzbar und das Risiko von Komplikationen möglichst niedrig gehalten werden kann. Bestehen Zweifel im Hinblick auf die Professionalität und Kompetenz der ausgewählten Klinik, sind weitere Beratungsgespräche bei verschiedenen Ärzten sinnvoll, bevor eine abschließende Entscheidung über die richtige Klinik getroffen werden kann.

Was spricht gegen eine Brustoperation?

Nicht für Jedermann ist eine Brustoperation gleichermaßen empfehlenswert. Neben einer stabilen Allgemeingesundheit (keine akuten Infektionen, Fieber ect.), spielt das Alter und darüber hinaus die körperliche Entwicklung eine Rolle. Generell dürfen Brustoperationen erst ab dem vollendeten 18. Lebensjahr durchgeführt werden. Nicht bei jeder Frau ist jedoch zu diesem Zeitpunkt das Brustwachstum vollständig abgeschlossen, und ein Aufschub der Operation wird notwendig. Genauso kann ein bestehender Kinderwunsch den Operationstermin verzögern. Durch die Dehnung des Gewebes während der Schwangerschaft, wäre ansonsten eine negative Beeinflussung des Erscheinungsbildes denkbar. Eine Kontraindikation der Brustvergrößerung stellt das Vorliegen von Brustkrebs bzw. eine erhöhte familiäre Prädisposition desselben dar.

Kann ich mir eine Brustoperation leisten?

Neben der Abwägung der gesundheitlichen Risiken, stellt der Kostenfaktor ein entscheidendes Kriterium für oder gegen eine Brustoperation dar. Da es sich in den allermeisten Fällen um rein ästhetische Eingriffe handelt, wird die Krankenkasse die Kosten nur in Ausnahmefällen, z.B. bei extrem großem Brustvolumen, übernehmen.

Allgemein kann im Falle der Brustvergrößerung mit Kosten in Höhe von 3.500-6.000 Euro gerechnet werden. Eine Preisvorhersage ist aber grundsätzlich schwierig und je nach Komplexität und Klinik können auch deutlich höhere Preise verlangt werden. Die Vielzahl an Behandlungsmöglichkeiten und die individuellen Voraussetzungen führen dazu, dass der ästhetisch-plastische Chirurg erst im Anschluss an das Beratungsgespräch und der eingehenden Voruntersuchung des Patienten einen Kostenvoranschlag erstellen kann.