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Makuladegeneration

Die Makuladegeneration ist eine in der Regel altersbedingte Erkrankung der Augen, welche eine beträchtliche Einschränkung des Sehvermögens, aber auch eine vollständige Erblindung zur Folge haben kann. In den westlichen Industrieländern kommt sie aufgrund des demografischen Wandels besonders häufig vor.

Makuladegeneration: Symptome und Korrektur

Was ist die Makuladegeneration?

Die Makuladegeneration bezeichnet eine Erkrankung der Augen im Erwachsenenalter, die zu Sehbehinderungen, aber auch zur vollständigen Erblindung führen kann. Es handelt sich dabei um eine Erkrankung der Netzhaut, bei der wichtige Sehzellen zerstört wurden.

Was passiert bei der Makuladegeneration?

Bei der Makuladegeneration kommt es zu einer Schädigung des „gelben Flecks“ der Makula lutea, einem runden rund 5 Millimeter großen Areal im Zentrum der Netzhaut. Der gelbe Fleck hebt sich durch eine besondere Dichte und der gelben Färbung von seiner Umwelt ab und hat aus diesem Grund seinen Namen.

Die Schädigung des gelben Flecks wirkt besonders schwerwiegend auf das Sehvermögen und den Organismus. Dies lässt sich sehr gut erklären, wenn man sich den Aufbau und die Funktion des Flecks ansieht. In Inneren der Makula sitzen die Lichtsinneszellen, die jeweils in Zapfen und Stäbchen unterteilt sind. Die Zapfen sind dafür zuständig, das scharfe Sehen zu ermöglichen und Farbempfindungen wahrzunehmen. Die Stäbchen sind vor allem bei Nacht oder während der Dämmerung für das einwandfreie Sehen wichtig für, da sie das Schwarz-Weiß Sehen bei schlechten Lichtverhältnissen ermöglichen.

Hinzu kommt, dass bei der Makuladegeneration die Wiederaufbau – und die Regenerationsfunktion der Lichtsinneszellen gestört werden. Stoffwechselprodukte können von der Netzhaut dann nicht mehr abtransportiert werden.

Welche Formen der Makuladegeneration gibt es?

Es gibt unterschiedliche Arten der Makuladegeneration. Grundsätzlich unterscheidet man die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) von einer solchen, die durch Gendefekte oder andere Ursachen hervorgerufen wurden. Dazu lesen Sie mehr im Abschnitt Ursachen. Außerdem unterscheidet man grob zwischen der trockenen und der feuchten Makuladegeneration.

Die trockene Makuladegeneration

Die trockene (atrophe) Makuladegeneration kommt deutlich häufiger als die feuchte Makuladegeneration vor. In rund 75 % der Fälle handelt es sich um eine solche Erkrankung.

Dabei kommt es zu einer Ablagerung der Stoffwechselprodukte (Lipofuzien), welche als Folge der Erkrankung nicht mehr abgebaut bzw. abtransportiert werden können. Diese Ablagerungen werden dann Drusen genannt. Sie stören die Durchblutung der Aderhaut des Auges erheblich.

Das Voranschreiten der trockenen Makuladegeneration erfolgt nur langsam. Sie schränkt das Sehvermögen aus diesem Grund nur bedingt ein. Ein Risiko der trockenen Erkrankung besteht allerdings darin, dass sie jederzeit in eine feuchte Makuladegeneration übergehen kann.

Die feuchte Makuladegeneration

Die feuchte (exsudative) Makuladegeneration entwickelt sich in der Regel als Folge einer trockenen Erkrankung. In fortgeschrittenen Stadium der Ablagerung der Lipofuzien kommt es zu Sauerstoffmangel an der Netzhaut. Um dieser entgegen zu wirken, bildet der Körper neue Wachstumsfaktoren, die die Neubildung von Blutgefäßen anregen. Diese wachsen allerdings an einer falschen Stelle durch die Membranlücken unter der Netzhaut. Dadurch kann sich die Netzhaut des Auges ablösen, was eine teilweise oder vollständige Erblindung zur Folge hat.

Hinzu kommt, dass die Gefäßwände der neu gebildeten Gefäße weniger stabil sind als die der anderen Blutgefäße. Aus diesem Grund kommt es häufig zum Austritt von Flüssigkeit. Zudem können die Gefäße schneller reißen, sodass Blut in die Netzhaut läuft.

Welche Symptome gibt es bei der Makuladegeneration?

Die Erkrankung kündigt sich durch unterschiedliche Symptome an, die sich allerdings auch im Verlauf der Erkrankung verändert können.

Im frühen Stadium der Erkrankung fallen erste Seheinschränkungen in der Regel noch nicht auf. Es ist meist nur ein Auge betroffen und es kommt nicht zu auffälligen Schmerzen. Das andere Auge kann dann die vorerst minimalen Einschränkungen noch ausgleichen.

Nach einiger Zeit werden Betroffene erste Anzeichen beim Lesen bemerken können. Die Mitte eines Bildes erscheint leicht verschwommen oder verzerrt oder wirkt wie von einem Schatten überlagert.

Je weiter die Krankheit dann voranschreitet, desto deutlicher werden auch die Symptome. Es kommt zu einer deutlichen Abnahme der Sehschärfe, des Kontrastempfindens und der Farbwahrnehmung. Wechselnde Lichtstärken können nicht mehr so gut interpretiert werden, und es kommt zu einer erhöhten Lichtempfindlichkeit. Vermehrt werden Patienten ihre gesamte Umwelt auch verzerrt wahrnehmen. Dies fällt besonders schnell bei der Betrachtung von geraden Linien wie bei Gittermustern oder Fliesenfugen auf.

Symptome auf einen Blick:

  • Abnahme der Sehschärfe
  • Abnahme des Kontrastempfindens
  • Abnahme der Farbwahrnehmung
  • Anpassungsschwierigkeiten an wechselnde Lichtverhältnisse
  • Lichtempfindlichkeit
  • Allgemein verzerrte Wahrnehmung

Welche Ursachen hat die Makuladegeneration?

Ursachen der Behandlung

Wie oben schon erwähnt, kann eine Erkrankung unterschiedliche Ursachen haben. Die häufigste Ursache ist die altersbedingte Erkrankung (AMD) mit rund 75 % Anteil. Ab dem 60. Lebensjahr ist die Erkrankungsgefahr besonders erhöht. Warum dies der Fall ist, steht zurzeit noch im Fokus der Wissenschaft und Forschung.

Eine weitere Ursache kann ein vorhandener Gendefekt sein. Die Makuladegeneration tritt dann als Folge dessen auf, und erste Symptome können sich bereits im Kindes- oder Jugendalter zeigen. Dazu gehört beispielsweise die Best-Krankheit (Morbus Best) oder die Morbus Stargardt Krankheit.

Makuladegeneration kann zudem als Folge einer bereits bestehenden Kurzsichtigkeit auftreten. Der zu lange Augapfel, der charakteristisch für eine starke Kurzsichtigkeit ist, übt Druck auf die Netzhaut aus, die dann ausdünnt und einen Sauerstoffmangel hervorruft. Es entsteht dann eine feuchte Makuladegeneration.

Weitere Risikofaktoren, die eine Erkrankung herbeiführen oder begründen können sind Rauchen, familiäre Vorbelastung, vermehre toxische Einflüsse wie die Einnahme von Medikamenten oder Entzündungen am Auge, die durch Infektionskrankheiten ausgelöst wurden.

Wie kann die Makuladegeneration behandelt werden?

Behandlung

Die Behandlungsmöglichkeiten, die in Frage kommen, hängen davon ab, ob es sich um eine trockene oder um eine feuchte Makroladegeneration handelt. Grundsätzlich lässt sich aber sagen, dass es keine gesicherten Methoden zur vollständigen Heilung gibt. Die Symptome und Beschwerden lassen sich lediglich eindämmen bzw. lindern.

Behandlung der trockenen Makuladegeneration

Bei der Behandlung der trockenen Makuladegeneration steht die Hinzugabe von Substanzen und Flüssigkeiten im Vordergrund, welche die Schädigung der Lichtsinneszellen in der Makula verhindern können. Dazu eignet sich besonders gut Zink- oder Kupferoxid und die Antioxidaten wie Vitamin C, E und Beta-Carotin.

In den letzten Jahren setzt die Medizin zudem auf die Anwendung des Wirkstoffes Lutein, der sich in natürlicher Form bereits in den Zellen des gelben Flecks befindet und dort dafür sorgt, die Makulapigmente zu bilden.

Behandlung einer feuchten Makuladegeneration

Bei der Behandlung der feuchten Makuladegeneration steht das Stoppen der Gefäßneubildung im Fokus. Um dies zu erreichen, kann eine Lasertherapie oder eine fotodynamische Therapie angewendet werden. Auch die Einnahme von Medikamenten ist eine Möglichkeit.

Bei der Lasertherapie werden die erkrankten Gefäße durch Laserstrahlen verödet. Diese Behandlungsform ist allerdings relativ heikel, da bei der Anwendung genauestens darauf geachtet werden muss, dass nur solche Gefäße getroffen werden, die sich nicht unmittelbar im Zentrum der Makula befinden.

Im Rahmen der fotodynamischen Therapie spritzt der Arzt einen nicht giftigen Farbstoff in eine der Armvenen. Dieser breitet sich in den Gefäßen aus und öffnet sie, damit sie bei der Bestrahlung mit energiearmen Laserlicht zerstört werden können, ohne dass umliegendes gesundes Gewebe getroffen wird.

Eine weitere Möglichkeit stellt die Einnahme von Medikamenten dar, welche Antikörper wie beispielsweise Pegatanib enthalten. Diese spritzt der Arzt dann direkt in die Glasköper des Auges. Dort hemmen sie die Bildung von neuen Gefäßen, die die Sehfähigkeit beeinträchtigen können.