Lipomastie & Tumore – Ursachen & Behandlung einer Pseudogynäkomastie

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Ist die Brust bei einem Mann vergrößert, können dafür verschiedene Gründe in Frage kommen. Neben hormonellen Einflüssen oder Erkrankungen, kann es sich auch schlicht um Fettansammlungen handeln. Eine Verweiblichung der männlichen Brust ist in jedem Fall für die meisten Betroffenen eine starke Belastung und kann sogar mit psychischen Problemen einhergehen.

Bevor jedoch eine Behandlung der vergrößerten Brüste in Erwägung zu ziehen ist, sollte zunächst den Ursachen auf den Grund gegangen werden. Es ist abzuklären, ob es sich um eine echte Gynäkomastie oder eine Pseudogynäkomastie handelt, da die Behandlung nicht einheitlich erfolgt. Doch was genau ist der Unterschied und welche Behandlung kommt bei einer Pseudogynäkomastie in Betracht?

Was ist eine Pseudogynäkomastie?

Von einer Pseudogynäkomastie wird im Falle einer vergrößerten männlichen Brust angesichts einer verstärkten Fetteinlagerung gesprochen. Sie wird häufig auch als Lipomastie bezeichnet. Eine Pseudogynäkomastie entwickelt sich oft aufgrund von Übergewicht. Sie ist nicht zu verwechseln mit der echten Gynäkomastie, bei der die Volumenzunahme in der Brust nicht auf Fettgewebe, sondern Drüsengewebe beruht. 90% der vergrößerten Brüste bei Männern gehen auf eine Pseudogynäkomastie zurück. Der Name Pseudogynäkomastie leitet sich von der schweren Unterscheidbarkeit von einer Gynäkomastie ab, denn optisch besteht zwischen beiden kein Unterschied. Gynäkomastie und Pseudogynäkomastie können sowohl einseitig als auch beidseitig an der männlichen Brust in Erscheinung treten.

 

Nicht nur Fetteinlagerungen lösen eine Pseudogynäkomastie aus. In manchen Fällen führen Hämatome unter der Brustwarze zum Anschwellen der Brust. Auch gutartige Tumorwucherungen können sich an der männlichen Brust entwickeln. Im Falle eines Lymphangioms verstopfen zystenartige Strukturen die Lymphgefäße. Sie verhindern ein Abfließen der Lymphflüssigkeit und verursachen ein Anschwellen des umliegenden Gewebes. Ein Lipom stellt ebenfalls einen gutartigen Tumor dar, der sich aus falsch differenzierten Fettzellen entwickelt.

 

Die Abgrenzung einer Pseudogynäkomastie von einer echten Gynäkomastie kann nur in einer ärztlichen Untersuchung erfolgen. Äußerlich wird auch dieser nicht in der Lage sein den Unterschied festzustellen. Er wird deshalb erst durch Abtastung der Brust entscheiden können, ob Drüsen- oder Fettgewebe zu einer Vergrößerung geführt haben und welche Diagnose dementsprechend die richtige ist. Spricht der Arzt von einer Lipomastie, grenzt er die Ursache der Vergrößerung der Brust auf eine erhöhte Fetteinlagerung ein. Nur die Pseudogynäkomastie kann auch auf Hämatombildung etc. zurückzuführen sein.

 

Die Neigung eine Pseudogynäkomastie zu entwickeln ist genetisch bedingt. Sie tritt allerdings meist nur im Falle einer Gewichtszunahme über Normalgewicht hinaus in Erscheinung.

Wie wird eine Pseudogynäkomastie behandelt?

Zur Behandlung einer Pseudogynäkomastie eignet sich die Fettabsaugung am besten. Durch sportliche Aktivität und Gewichtsabnahme kann das optische Erscheinungsbild zwar verbessert werden, jedoch tritt die Brust häufig nicht im gewünschten Ausmaß oder der erhofften Schnelligkeit zurück.

 

Die Fettabsaugung an der männlichen Brust wird in den meisten Fällen mit der Tumeszenzmethode durchgeführt. Das bedeutet, dass eine erhebliche Menge an Kochsalzlösung, die unter anderem mit einem Lokalanästhetikum versetzt ist, in die abzusaugenden Bereiche der Brust injiziert wird. Die Lösung sorgt dafür, dass sich die Fettzellen vom restlichen Gewebe ablösen, verflüssigen und somit leichter mittels feiner Kanülen abgesaugt werden können. Die Bereiche an denen die Einschnitte für die Absaugkanülen gesetzt werden, sind meistens Achselhöhlen oder Brustwarzen, um die Narben später möglichst unsichtbar erscheinen zu lassen.

 

Nach der Liposuktion ist für die Dauer von ungefähr 2 – 4 Wochen spezielle Kompressionsunterwäsche zu tragen. Nur durch die regelmäßige Kompression kann sichergestellt werden, dass sich der Brustbereich nach Patientenwünschen neu ausformt und das Behandlungsergebnis zufriedenstellend ausfällt.

Für wen eignet sich die Behandlung der Pseudogynäkomastie mittels Fettabsaugung?

Ist ärztlich abgeklärt worden, dass es sich um eine Pseudogynäkomastie aufgrund von Übergewicht handelt, ist es für die Betroffenen zunächst ratsam ihren Körperfettanteil zu reduzieren. Auch wenn Liposuktionen heutzutage selten mit Komplikationen einhergehen, bedeutet ein hohes Maß an Fettgewebe immer ein erhöhtes Operationsrisiko. Ist die Pseudogynäkomastie mit sehr starkem Übergewicht verbunden, wird zur schnelleren Gewichtsreduktion häufig ein Magenband eingesetzt.

 

Erst wenn nach erfolgreicher Senkung des Körpergewichts und sportlicher Betätigung weiterhin ein sichtbarer Brustansatz besteht, kommt sie Fettabsaugung für den Patienten in Frage.

 

Bei der Entfernung großer Mengen Fett aus der Brust, kann unter Umständen ein Hautüberschuss zurückbleiben. Nicht in allen Fällen bildet sich dieser selbstständig wieder zurück und kann eine Bruststraffung notwendig machen.

 

Nach der Fettabsaugung sollte das Körpergewicht stabil gehalten werden. In dem Eingriff erfolgt niemals eine restlose Entfernung der Fettzellen, sodass bei einer übermäßigen Nahrungsaufnahme die erneute Einlagerung von Fett in die verbleibenden Zellen vorprogrammiert ist. Schlimmstenfalls entwickelt sich die Pseudogynäkomastie von neuem.

Wie finde ich die richtige Klinik für die Fettabsaugung?

Die richtige Klinik bzw. den richtigen Arzt zu finden, ist für Patienten mit Pseudogynäkomastie gar nicht so einfach. Es ist wichtig einen ausgebildeten Facharzt aufzusuchen, der in der Lage ist eine Pseudogynäkomastie als solche zu erkennen. Im Hinblick auf die Liposuktion ist ein Arzt mit reichlich Erfahrung auf diesem Gebiet zu wählen und großes Augenmerk auf die professionelle Ausstattung der Klinik zu legen, damit ein gelungenes Operationsergebnis erzielt werden kann.

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Checkliste für die Klinikwahl

  • Ist die Klinik gut zu erreichen?
  • Ist das medizinische Equipment auf dem neuesten Stand?
  • Können die Ärzte ausreichend Erfahrung nachweisen?
  • Vertrauen Sie Ihrem Arzt?
  • Werden die Hygiene- und Sauberkeitsstandards eingehalten?
  • Gibt es Erfahrungsberichte und Bewertungen?

Wie hoch sind die Kosten einer Liposuktion bei Pseudogynäkomastie?

Anders als bei der echten Gynäkomastie, die mit einer Vergrößerung des Brustdrüsengewebes einhergeht und oftmals sogar sehr schmerzhaft ist, übernimmt die Krankenkasse die Behandlungskosten im Falle einer Pseudogynäkomastie in der Regel nicht. Eine Vergrößerung der männlichen Brust, die auf einer vermehrten Fettansammlung beruht, stellt keine gesundheitliche Einschränkung dar. Die Entfernung durch eine Fettabsaugung ist also eine OP, die unter ästhetischen Gesichtspunkten durchgeführt wird. Diese Kosten, die im Falle einer Fettabsaugung um die 2.500 Euro betragen, muss der Patient aus eigener Tasche zahlen.