Vorbereitung und Nachsorge bei einer Brustvergrößerung

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Nachdem die Entscheidung für eine Brustoperation erst einmal getroffen ist, gilt es, sich optimal auf den bevorstehenden Eingriff vorzubereiten. Dazu gehört ein ausführliches Beratungsgespräch bzw. eine Voruntersuchung mit dem ästhetisch-plastischen Chirurgen. Nach der Operation steht zur Erzielung des gewünschten Resultats und der Vermeidung von Komplikationen die Nachsorge im Mittelpunkt. Doch auch der Patient kann mit seinem Verhalten erheblich zum Behandlungserfolg beitragen und aus diesem Grund ein paar wichtige Ratschläge beherzigen.

Das Beratungsgespräch

Das Beratungsgespräch dient einerseits dem gegenseitigen Kennenlernen und der Vertrauensbildung zwischen Arzt und Patient, anderseits der Aufklärung über mögliche Risiken und den Umgang mit Komplikationen. Obendrein werden Behandlungsalternativen, Möglichkeiten der Operation bzw. verwendete Materialien aufgezeigt, sowie verschiedene Schnitttechniken, Kosten und Narkose durchgesprochen. Idealerweise läuft dieses erste Kennenlernen ohne jeglichen Zeitdruck ab. Mitunter können Folgegespräche vereinbart werden, wenn Fragen offengeblieben sind und der Patient sich noch nicht sicher genug mit seiner Entscheidung fühlt. Eine umfassende Bedenkzeit im Anschluss an das Beratungsgespräch, indem der Patient alle erhaltenen Informationen verarbeiten kann, zeugt von einer professionellen Arbeit. Ein guter Arzt wird eine Schönheitsoperation nur durchführen, wenn er sich sicher ist, dass der Patient ausreichend informiert ist und keine unrealistischen Erwartungen an das Behandlungsergebnis stellt.

Die Voruntersuchung

Die Voruntersuchung dient der Feststellung der anatomischen Voraussetzungen des Patienten sowie dem Ausschluss von Gewebeveränderungen. Für letzteres werden in der Regel eine Mammographie und eine Ultraschalluntersuchung vorgenommen. In einigen Fällen kann auch eine Magnetresonanz-Tomographie notwendig werden. Da der Eingriff in den meisten Fällen unter Vollnarkose stattfindet, ist ebenfalls die Allgemeingesundheit des Patienten, ggf. durch den Hausarzt, zu überprüfen.

Erst während der Tastuntersuchung durch den Arzt kann festgestellt werden, ob die Wünsche des Patienten realisierbar sind. Bestimmte körperliche Voraussetzungen können die Möglichkeiten der Brustvergrößerung einschränken, wobei der Chirurg gesetzlich dazu verpflichtet ist, dies klar zu kommunizieren und bei zu großen Risiken den Eingriff zu verweigern. Neben der Vermessung der Brust, wird die Form, Größe, Abstand und Lage der Brust bzw. Brustwarzen sowie die Beschaffenheit des Gewebes beurteilt und anschließend photographisch festgehalten.

Spricht aufgrund der Befunde nichts gegen eine Brustvergrößerung, kann ein Operationstermin vereinbart werden.

Vorbereitung auf die OP

Steht der Operationstermin fest, liegt es in der Verantwortung des Patienten, sich so zu verhalten, dass Risiken während und nach der OP vermindert werden. Ein gesunder Lebensstil stellt die beste Vorbereitung auf eine Operation dar. Wenn möglich, ist das Rauchen komplett einzustellen, da Nikotin allgemein zu einer verzögerten Heilung beiträgt und außerdem das Infektions- und Entzündungsrisiko erhöht. Auch Alkohol, Schlaftabletten und blutverdünnende Medikamente sind bis zu 2 Wochen vor dem OP-Termin tabu. Das Risiko von Nachblutungen wird dadurch deutlich minimiert. Ein stabiles Körpergewicht trägt ebenfalls zur Risikominderung bei, weshalb Diäten auf die Zeit nach der Brustvergrößerung verschoben werden müssen. Dasselbe gilt für Impftermine. Bestenfalls liegt die letzte Impfung mehr als 2 Monate zurück.

Nach einer Brustvergrößerung ist der Patient nicht sofort wieder einsatzfähig und sollte deshalb einige organisatorische Dinge beachten. Treten keine Komplikationen auf, wird der Patient meistens nach einem Tag aus dem Krankenhaus entlassen. Es ist allerdings eine gewisse Erholungszeit von ca. 1 Woche einzuplanen, die eine Arbeitsunfähigkeit einschließt. Soweit es sich um einen medizinisch nicht notwendigen Eingriff handelt, was bei einer Brustvergrößerung in den meisten Fällen der Fall ist, darf der Arzt keine Krankschreibung ausstellen. Es muss demnach im Vorfeld u.U. Urlaub eingereicht werden. In den ersten Tagen nach der Brustvergrößerung ist die Beweglichkeit deutlich eingeschränkt. In diesem Zusammenhang kann ein wenig Hilfe im Haushalt nützlich sein.

Am Tag vor der Operation darf ab 22 Uhr nichts mehr gegessen oder getrunken werden. Ferner sind unmittelbar vor der OP alle Fremdmaterialien, wie z.B. Kontaktlinsen oder Piercings, aus dem Körper zu entfernen. Das schließt auch Nagellack, Make-up oder Körperlotionen mit ein.

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Verhalten nach der Operation und Nachsorge

Nach der Operation werden alle Bewegungen etwas schwerfallen, da jede Beanspruchung des Brustmuskels Schmerzen verursacht. Aus diesem Grund sollte die Kleidung, die in die Klinik mitgenommen wird, bequem und möglichst leicht anziehbar sein, beispielsweise Oberteile mit Reißverschluss oder Knöpfen, keine Schnürschuhe.

Normalerweise erfolgt die Entfernung der Drainagen, die zum Wundwasserabfluss nötig waren einen Tag nach der Operation. Im Anschluss wird ein spezieller Kompressions-BH angelegt, dessen Tragezeit sich zwischen 4 – 8 Wochen bewegt. Dieser ist notwendig, damit während der Heilung das Implantat an der vorgesehenen Stelle verbleibt und in das Brustgewebe einwachsen kann.

In der Regel erfolgt die erste Kontrolluntersuchung nach einer Woche. Nach 2 Wochen werden Pflaster und Fäden entfernt, wenn das Vernähen nicht mit selbstauflösenden Fäden durchgeführt wurde. Bis dahin ist es von größter Wichtigkeit, die Wunde auf keinen Fall mit den Fingern zu berühren, um Infektionen zu vermeiden. Meist erfolgt die dritte Kontrolluntersuchung nach 2 Monaten. Das Endresultat kann erst beim vierten Kontrolltermin nach 6 Monaten abschließend beurteilt werden, wenn die Schwellungen komplett zurückgegangen sind. Weitere Kontrollen sind nicht unbedingt notwendig, jedoch sind jährliche Ultraschalluntersuchungen empfehlenswert.

Eventuell ist für ca. 6 Tage ein Antibiotikum einzunehmen, es sei denn, die Gabe erfolgte bereits während der OP. Schmerzen können, je nach Schmerzempfindlichkeit, mit Schmerztabletten, z.B. Ibuprofen (keinesfalls Aspirin) behandelt werden. Zusätzlich kann die Kühlung der betroffenen Stellen Linderung verschaffen. Nach ca. 6 Tagen, sollten die Schmerzen soweit abgeklungen sein, dass weder Schmerzmittel noch Kühlung weiterhin notwendig sind.

Körperliche Anstrengungen müssen in der ersten Zeit vermieden werden. Um den Verbleib der Implantate bzw. eine optimale Abheilung zu garantieren, können 1 – 2 Wochen nach der Operation lediglich leichte körperliche Belastungen ausgeübt werden. Nach ca. einer Woche kann wieder geduscht werden. In den ersten 2 Wochen muss ausschließlich in Rückenlage geschlafen werden und das Bauchschlafen ist erst nach 6 – 8 Wochen wieder gestattet. Nach ca. 3 Wochen kann, je nach Befinden, der Körper wieder normal belastet werden. Schwere Tätigkeiten sind allerdings erst nach ca. 10 Wochen wieder erlaubt. Inwiefern jedoch Sport getrieben werden darf, sollte individuell mit dem Arzt abgeklärt werden.

Eine optimale Heilung und möglichst unsichtbare Narben, können durch die sachgemäße Narbenpflege unterstützt werden. Durch regelmäßiges leichtes Einmassieren spezieller Cremes oder Salben, kann ein durchblutungsfördernder Effekt induziert werden, der den Heilungsprozess angeregt. Zudem sollte bis zu einem Jahr die Narbe keinem direkten Sonnenlicht ausgesetzt werden, da das Narbengewebe durch UV-Strahlung eine dunkle Pigmentierung herausbilden kann.

Grundsätzlich muss der Körper nach einer Brustvergrößerung aufmerksam beobachtet werden. Treten starke Schmerzen oder andere Komplikationen auf, ist eine schnelle Kontaktaufnahme mit dem Arzt unabdingbar.