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Die richtige Ernährung für gesunde Zähne

Ihre Zähne sind mehr als nur Instrumente zur Zerkleinerung von Nahrung. Selbstverständlich sind sie wichtig für die Nahrungsaufnahme, jedoch erhalten sie in unserem täglichen Leben noch viel mehr Aufmerksamkeit von anderen. Sie kommen sowohl beim Sprechen, als auch beim Lächeln und Lachen zum Vorschein. Besonders in unserer heutigen Zeit, in der viele Erlebnisse auf Fotos festgehalten werden, möchte jeder starke, gesunde und strahlend weiße Zähne vorweisen können.

Gesunde Zähne zeigen und Lachen

Doch zu einem perfekten Gebiss gehört nicht nur eine gründliche Zahnpflege und Mundhygiene, inklusive dem Zähneputzen, der Verwendung von Zahnseide und regelmäßigen Besuchen beim Zahnarzt, sondern auch eine ausgewogene Ernährung.
Die Einnahme der richtigen Nährstoffen hat einen großen Einfluss auf die Gesunderhaltung unserer Zähne.

Seit jeher sind unsere Zähne ein wichtiger Indikator dafür, ob unserem Körper genug Nährstoffe zur Verfügung gestellt werden. Selbst heutzutage können Zahnfleischentzündungen und andere schmerzhafte Zahnerkrankungen, die teilweise den Einsatz von Zahnersatz erfordern, auf eine zu geringe Zufuhr verschiedener Nährstoffen zurückgeführt werden.

Ursachen von Karies und Zahnverfall

In vielen Fällen ist Karies eines der ersten Anzeichen für eine ungenügende Zahngesundheit. Diese ist häufig auf eine unzureichende Mundhygiene und einen zu hohen Konsum von zuckerhaltigen Lebensmitteln und Getränken zurückzuführen.
Kohlensäurehaltige Getränke, die einen hohen Anteil an Phosphorsäure besitzen, lassen sich ebenfalls mit der Erosion von Zahnschmelz in Verbindung bringen. Süße Limonaden kombinieren Kohlensäure und Zucker miteinander und verstärken dadurch das Auftreten von Karies zusätzlich.
Selbst reine Fruchtsäfte, die im Allgemeinen gesund sind, können sich negativ auf unsere Zähne auswirken.

Wie unterstützen Kalzium und Phosphat den Zahnschmelz?

Arten von Zahnbehandlung

Der Zahnschmelz unserer Zähne besteht zu großen Teilen aus Kalziumphosphat. Der menschliche Speichel enthält Kalzium- und Phosphat-Ionen, die unseren Zahnschmelz kontinuierlich remineralisieren.

Es wurde festgestellt, dass der Speichel vieler Menschen über eine ausreichende Menge an Phosphat verfügt, jedoch die empfohlene Menge an Kalzium, der ebenfalls zur Gesunderhaltung der Zähen benötigt wird, häufig unterschritten wird. Aus diesem Grund sollten Sie darauf achten, genug Kalzium zu sich zu nehmen.

Wie wirkt sich Kalzium auf das Zahnfleisch aus?

Parodontitis, häufig auch Parodontose genannt, ist eine Entzündung des Zahnbetts, die durch Bakterien verursacht wird und häufig mit Zahnverlust in Verbindung steht.
Das Risiko an Parodontitis zu erkranken, kann durch die Einnahme von ausreichend Kalzium deutlich verringert werden.1

Können Mineralstoffe das Risiko auf Zahnverlust reduzieren?

In einer drei Jahre andauernden Studie wurde die Wirkung von Kalzium und Vitamin D auf die Zähne überprüft. Dabei wurde erkannt, dass das Risiko an Zahnverlust zu erkranken, durch die zusätzlichen Mineralstoffe verringert wird.

Besonders positive Effekte wurden bei der Einnahme von 1.000 mg Kalzium am Tag festgestellt.2

Zudem belegen Studien, dass eine zahnfreundliche Ernährung bei werdenden Müttern besonders entscheidend ist. Die Kinder von Frauen, die während der Schwangerschaft ergänzend Kalzium zu sich nahmen, besaßen ein geringeres Risiko an Karies und Zahnverlust zu erkranken.3

Des Weiteren leiden Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft zusätzlich Vitamin D aufnahmen, seltener an Zahnfleischerkrankungen.4

Wie kann Selen die Zähne unterstützen?

Das Mineral Selen wird häufig mit der Verbesserung der Zahngesundheit in Verbindung gebracht. Diese Verbindung ist durchaus denkbar, da das Mineral die Kollagen-Bildung unterstützt und diese organische Komponente ein wichtiger Bestandteil unserer Zahnmasse ist.5

Welche Effekte haben Probiotika auf unsere Zähne?

Probiotika erhalten im medizinischen Bereich immer mehr Aufmerksamkeit. Neueren Studien zufolge, sollen sie auch die Karies-Vorsorge unterstützen.
Ein Versuch zeigte, dass Kinder, die während ihres ersten Lebensjahres das Milchsäurebakterium Lactobacillus reuteri aufnahmen, in ihrem 9. Lebensjahr seltener an Karies litten.6

Wie wirken sich Fluoride auf unsere Zähne aus?

Um Fluoride und deren Wirkung auf die Zähne, ranken sich viele Gerüchte. Fest steht, dass Fluoride den Zahnschmelz stärken können.
Jedoch soll die Fluorid-Behandlung durch Zahnpasta, Mundspülung und andere äußerliche Anwendungen, effektiver und sicherer sein als die Einnahme von Fluor-Verbindungen in Form von Wasser oder Tabletten.7


Resümee

Die Effekte bestimmter Nährstoffe auf die Zähne sind unbestreitbar. Zudem kann eine gesunde Ernährung, bei der die Einnahme von einfachen Zuckern weitestgehend gering gehalten wird, die Gesunderhaltung der Zähne unterstützen.

Heutzutage können Zähne auf verschiedenste Weisen behandelt und ersetzt werden, jedoch sollte man das eigene Gebiss möglichst lange gesund erhalten. Hierfür empfiehlt sich nicht nur eine gründliche Mundhygiene, sondern auch eine gesunde Ernährung.

Wenn Sie unsere Ratschläge beachten, werden Sie noch lange Freude an Ihren Zähnen haben, sie gern vorzeigen und auf Fotos verewigen!


Literaturverzeichnis

  1. 1. Nishida M et al. J Periodontol. 2000 Jul; 71
  2. 2. Krall EA at al. Am J Med. 2001 Oct 15th; 111
  3. 3. Bergel E et al. Acta Obstet Gynecol Scand. 2010 Nov; 89
  4. 4. Cockburn F et al. Br Med J. 1980 Jul 5th; 281
  5. 5. Pärkö A. Proc Finn Dent Soc. 1992; 88
  6. 6. Stensson M et al. Caries Res. 2014; 48
  7. 7. Hellwig E et al. Caries Res. 2004 May-Jun; 38