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Kosten für Ihre Schönheits-OP: Zusammensetzung

Wie berechnen sich die Kosten für eine Schönheits-OP?

Medizinisch gesehen, zählt auch die operative Korrektur einer Fehlsichtigkeit (Augenlasern) zu den Lifestyle- und Schönheits-OPs, da diese aus gesundheitlicher Sicht nicht zwingend notwendig ist. Daher werden die Kosten von gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen und müssen in Gänze vom Patienten gezahlt werden.



Med-Team

Kosten für die Mitarbeiter und das Team

Mitarbeiter:

Ein ausschlaggebender Faktor für die Kosten jeder Behandlung ist das beteiligte Team. Aus wie vielen Mitgliedern das Team besteht, hängt dabei immer von der jeweiligen Behandlung ab.

Arzt:

Grundsätzlich dürfen medizinische Eingriffe nur von einem Arzt durchgeführt werden. Das entsprechende Medizinstudium dauert 6 Jahre (12 Semester) und wird mit dem Staatsexamen abgeschlossen. Dieses Staatsexamen ist zwingend erforderlich, um in Deutschland Arzt zu werden. Nach erfolgreichem Studienabschluss folgt die 5- bis 6-jährige Weiterbildung zum Facharzt.
Dazu hängt das Honorar des Arztes maßgeblich von der Berufserfahrung ab: Hier spielen nicht nur die Berufserfahrung in Jahren eine wichtige Rolle, sondern auch die Anzahl der durchgeführten Eingriffe.

Eine Hilfestellung bei der Wahl des Chirurgen (Wahl Chirurg) bietet auch die genaue Berufsbezeichnung. Denn jeder Facharzt darf jede Operation, unabhängig von seiner fachlichen Ausbildung, durchführen, die er sich zutraut. Die Bezeichnung „Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie“ ist daher ein wichtiger Indikator, denn dieser Titel kann ausschließlich durch eine mehrjährige Weiterbildung und die Facharztprüfung bei der zuständigen Landesärztekammer erworben werden und kennzeichnet dadurch das Expertenwissen des Mediziners.

Für einen „Facharzt für Augenheilkunde“ ist eine entsprechende 5-jährige Weiterbildung zum Facharzt nach dem Abschluss des Medizinstudiums mit Staatsexamen nötig. Grundsätzlich berechtigt diese Ausbildung dazu, operative Korrekturen der Fehlsichtigkeit, wie Augenlasern, vorzunehmen. Mit der Mitgliedschaft in entsprechenden Fachverbänden verpflichten sich Ärzte zusätzlich, regelmäßig an entsprechenden Fortbildungen teilzunehmen.

Pfleger:

Um Gesundheits- und KrankenpflegerIn zu werden, ist eine 3-jährige Ausbildung an einer staatlich anerkannten Krankenpflegeschule nötig. Die Ausbildung endet mit dem erfolgreichen Ablegen einer staatlichen Prüfung. Auch hier handelt es sich um eine gesetzlich geschützte Berufsbezeichnung. Häufig folgt ihr eine Weiterbildung als „Fachgesundheits- und Krankenpflegerin“ – dabei handelt es sich um eine Ausbildung zur Spezialisierung in einem bestimmten Fachbereich (zum Beispiel Operationsdienst). Diese Fortbildung kann eine sechsmonatige Praxiserfahrung voraussetzen.

OP-Mitarbeiter:

Ein operativer Eingriff ist immer eine hoch sensible Behandlung. Jeder medizinische Eingriff erfordert ein erfahrenes und eingespieltes Team, das gilt umso mehr für Operationen. Dazu gehört nicht nur die Einhaltung und Kontrolle strengster Sicherheits- und Hygienemaßnahmen. Jede Operation will bestens vor- und nachbereitet sein. Dabei ist zwischen „Operationstechnischen Assistenten“ und „Operationspflegekraft“ (Fachgesundheits- und KrankenpflegerIn für den Operationsdienst) zu unterscheiden. Erstere ist eine 3-jährige Ausbildung und sieht den Einsatz bei Operationen vor, bedarf aber keiner vorhergehenden Pflegeausbildung. Die Weiterbildung als „Fachgesundheits- und KrankenpflegerIn für den Operationsdienst“ erfordert den Abschluss der 3-jährigen Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger sowie 24 Monate Berufserfahrung (davon mindestens 6 Monate in einer Operationseinheit). Die Weiterbildung erfolgt berufsbegleitend und nimmt weitere 2 Jahre in Anspruch.

Anästhesist:

Erfordert der Eingriff eine Narkose, ist zusätzlich zum Operateur ein Anästhesist anwesend. Die Anästhesie muss in Deutschland von einem Facharzt für Anästhesiologie durchgeführt werden. Daher ist hier, ebenso wie einem „Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie“ oder einem „Facharzt für Augenheilkunde“, eine entsprechend mehrjährige Weiterbildung zum Facharzt erforderlich. Wird die Anästhesie nicht durch einen entsprechenden Facharzt, sondern zum Beispiel einem Arzt im Rahmen seiner Weiterbildung zum Facharzt, durchgeführt, muss dies unter Aufsicht eines anleitenden Fach- oder Oberarztes geschehen. In der Regel wird der Anästhesist zusätzlich von einer entsprechend ausgebildeten und anerkannten Pflegekraft unterstützt (Fachpflegekraft für Anästhesie und Intensivmedizin).

Koordinationshilfen, Verwaltung, etc.:

Für jede Behandlung und jeden Eingriff ist natürlich nicht nur das direkt involvierte Team nötig. Die Koordination tausender Patienten, Termine und Eingriffe, die Pflege der Klinik, Abrechnung und administrative Tätigkeiten sind Herz und Nieren einer guten medizinischen Betreuung und benötigen genauso wie jeder einzelne Eingriff ein eingespieltes Team erfahrener Experten.

Kosten für die Räumlichkeiten, die Lage und die Ausstattung

Klinik und OP-Raum:

Aus gutem Grund unterliegen alle medizinischen Einrichtungen und Behandlungen strengsten Auflagen, immerhin geht es dabei um das Wohlergehen und die Sicherheit der Patienten und auch Mitarbeiter. Entsprechend hoch sind die Kosten zur Ausstattung und Instandhaltung einer Klinik. Dazu zählen nicht nur die Lage und Größe der Klinik und dementsprechende Mieten, sondern auch die Einhaltung und regelmäßige Prüfung gesetzlicher Auflagen sowie die Ausstattung und Wartung darüberhinausgehender technischer Instrumente, die modernste Behandlungen erst ermöglichen.

Ausstattung und Gerätschaften:

Medizinische Geräte sind hochsensible Instrumente und lassen sich nicht mit anderer Technik vergleichen. Die Anschaffungs- und Wartungskosten sind in der Regel enorm hoch. Der für die Femto-Lasik benötigte Femtosekundenlaser verursacht Anschaffungskosten von mehreren hunderttausend Euro (ca. 500.000). Hinzu kommen fünfstellige jährliche Beträge für die Wartung (ca. 30.000). Andere medizinische Geräte sind mitunter um ein vielfaches teurer und bedürfen beim Einsatz spezieller Hilfsmittel.

Kosten für die Dauer der Behandlung oder der Operation

Dauer der Behandlung / Operation:

Ausschlaggebend für die Kosten eines Eingriffs sind selbstverständlich nicht nur die benötigten Spezialisten, Räumlichkeiten und Instrumente, sondern auch die Zeit, die diese benötigen.
Ein nicht-invasiver Eingriff wie eine Botoxbehandlung, der entsprechend wenig Personal braucht und in rund 20 Minuten abgeschlossen werden kann, ist entsprechend günstiger als eine Brustvergrößerung die ein komplettes OP-Team und -Saal für 1 – 2 Stunden benötigt.

Kosten für die verwendeten Instrumente und Materialien

Materialien:

Ein entscheidender Faktor bei jeder Behandlung sind die benötigten „Materialien“, um den Eingriff oder die Operation durchzuführen. Beispielsweise kostet eine Einheit Botulinumtoxin, das bei Botoxbehandlungen zum Einsatz kommt, rund 11 Euro. Für eine Behandlung werden allerdings 10 – 20 Einheiten des Präparats benötigt. Sollen in einer Sitzung mehrere Bereiche behandelt werden, steigt der Bedarf entsprechend. Diese Kosten können sich auch, je benötigten Materialien und Herstellern, stark unterscheiden. Zum Beispiel können im Falle einer Brustvergrößerung die Kosten pro Implantat zwischen 400 und 800 Euro variieren.

Instrumente und Hilfsmittel:

Zu den Kosten für erforderliche Materialien wie Implantate, Botox oder Hyaluronsäure sind weitere Kosten für erforderliche Instrumente wie Injektionsspritzen, Operationsbesteck oder Bandagen einzuberechnen. Die meisten dieser Kosten werden bei jedem Eingriff erneut anfallen, da die Instrumente, mitunter aus Hygienegründen, auch dann nicht wiederverwendet werden dürfen, wenn dies theoretisch möglich wäre.

Medikamente:

Die Kosten für Medikamente sind nicht zu unterschätzen. Das bezieht sich nicht ausschließlich auf Medikamente, die für den Eingriff selbst benötigt werden, wie zum Beispiel für eine Narkose oder örtliche Betäubung, sondern beispielsweise auch auf Schmerzmittel oder Antibiotika zur Vorbeugung von Entzündungen, die nach erfolgreichem Abschluss der Operation eingenommen werden sollten.

Kosten für die Vor- und Nachbetreuung

Vor- und Nachbetreuung sowie zusätzliche Untersuchungen:

Eine gute Behandlung wird nicht nur durch einen erfolgreichen Eingriff definiert. Sie beginnt mit einer ausführlichen und kompetenten Beratung und endet mit einer fürsorglichen Nachbetreuung und Nachuntersuchungen. Ein guter Arzt wird sich immer genug Zeit nehmen, auf Ihre Fragen und Bedenken einzugehen, Ihr Wunschergebnis ausführlich zu besprechen und Sie über mögliche Risiken aufzuklären.

Zusätzlich setzen viele Eingriffe eine medizinische Voruntersuchung voraus, um sicherzugehen, dass die Behandlung ohne gesundheitliche Bedenken durchgeführt und das gewünschte Ergebnis erzielt werden kann. Ebenso verhält es sich mit der Nachbetreuung und entsprechenden Nachuntersuchungen. Insbesondere nach operativen Eingriffen ist mitunter eine Ruhezeit oder gar eine Übernachtung vor Ort nötig oder zumindest ratsam, um dem Körper Zeit für Erholung zu geben.

Kosten für eventuelle Zusatzleistungen

Zusatzleistungen

Ein kosmetischer Eingriff wie eine Schönheits-OP gilt als medizinisch nicht notwendig, daher müssen die Kosten in der Regel vollständig selbst getragen werden. Umso wichtiger ist es, dass man sich bei dem Arzt der Wahl und der Entscheidung sicher ist und sich wohl fühlt. Einige Kliniken und Ärzte bieten daher auch Zusatzleistungen wie Massagen, Übernachtungen und Transportservices an, um das Wohlbefinden ihrer Patienten sicherzustellen. Sind solche Angebote nicht im Preis enthalten, sollte man Kosten zum Beispiel für An- und Abreise oder die Übernachtung in einem Hotel zusätzlich berücksichtigen.

Wer überlegt für einen Eingriff in eine andere Stadt oder gar ein anderes Land zu reisen, sollte entsprechende Zusatzkosten nicht außer Acht lassen.