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Individualisierte LASIK durch Contoura-Vision

Interview mit Herrn Marc Driesen, Refraktivmanager in der Augenklinik Westfalen (DOmed) für MediDate

Driesen: Augenklinik Westfalen

Was ist das besondere an der Contoura-Vision-LASIK?

Marc Driesen: Bei der normalen LASIK oder Femto-LASIK ist es ein einfaches gleichmäßiges Profil, das man auf der Hornhautoberfläche lasert, um die Fehlsichtigkeit zu korrigieren. Die Contoura-Vision-LASIK ist eine individualisierte Femto-LASIK, was bedeutet, dass man mit einem Topographen 22.000 Erhebungspunkte der Hornhaut misst und ein individualisiertes Profil erstellen kann, um Oberflächenunebenheiten bzw. Asymmetrien und Irregularitäten auszugleichen. Früher hat man bei Oberflächenproblemen der Hornhaut gesagt, dass die visuellen Verhältnisse nach der LASIK nicht ganz so optimal sind. Heutzutage kann man mit der Contoura Vision sagen, dass die Behandlung mit dem individualisierten Profil so optimal wie möglich für den Patienten wird und zudem die Blendempfindlichkeit reduziert wird.

Für wen eignet sich die Contoura-Vision-LASIK?

Marc Driesen: Für diese Methode sind Patienten geeignet, die z.B. eine Kurzsichtigkeit und oder eine Kurzsichtigkeit gepaart mit einer Hornhautverkrümmung haben. Es sind auch Patienten geeignet, die in der Voruntersuchung durch unregelmäßige Strukturen auf der Hornhaut auffallen oder nicht ganz normgerechte Darstellungen der Hornhaut aufweisen. In diesen Fällen können wir das ganze optimieren und glätten und somit die visuellen Verhältnisse deutlich verbessern.

Bei welchen Dioptrienwerten kann man die LASIK durchführen?

Marc Driesen: Dioptrienwerte sind ja oft ein großes Fragezeichen. An sich muss man immer sehen, wie die Hornhaut beschaffen ist. Sprechen wir mal über mich: Ich habe ein chronisch trockenes Auge, ich habe 6 Dioptrien Hornhautverkrümmung und eine relativ dünne Hornhaut. Bei mir kommt zum Beispiel ein Eingriff nicht in Frage. Es gibt aber Menschen, die eine relativ hohe Hornhautverkrümmung, kein chronisch trockenes Auge und eine recht dicke Hornhaut haben und somit geeignet sein können. Man muss letztlich den gesamten Fall betrachten und alle Daten zusammenführen. Maßgeblich ist, ob genug Stabilität nach einer Behandlung übrigbleibt, und ob man diese Behandlung so verantworten kann. Als Bezugsquelle dienen verschiedene Kriterien, die sowohl die KRC (Kommission für Refraktive Chirurgie) vorgibt als auch weitere Zusammenschlüsse aus Operateuren, die sehr viel Erfahrung auf dem Gebiet haben. Sie sagen deutlich, was Sinn macht und was nicht. Auf all diese Kriterien nimmt man schließlich Rücksicht und entscheidet über die Eignung des Patienten.

Welche Risiken können durch die Behandlung auftreten?

Marc Driesen: Theoretisch müssen Patienten in der Einverständniserklärung alles unterschreiben, bis hin zum schlimmsten Fall. Ich rede aber immer gerne über relevante Risiken. Ein relevantes Risiko, das mir bekannt ist, ist z.B. ein trockenes Auge, was in der Regel kurzfristig entstehen kann und was in 5 Prozent der Fälle langfristig bleibt. In allen anderen Fällen ist es durch Therapie mit Benetzungstropfen behebbar. Was noch auftreten kann, sind z.B. – unterhalb des Flaps, wenn man einen Flap schneidet – Unreinheiten, irgendwelche Fältelungen des Flaps oder die Bildung leichter Entzündungsreaktionen. In der Regel kann man aber alles, was mir bisher bekannt geworden ist oder was ich bisher gesehen habe, gut behandeln oder beheben. Ich mache das jetzt seit 6 Jahren als Refraktivmanager, und ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass ich noch nichts gesehen habe, was irreversibel gewesen ist.

Wie läuft die Voruntersuchung ab?

Marc Driesen: Eine Voruntersuchung läuft für gewöhnlich so ab, dass der Patient zu uns kommt. Er sollte möglichst einen Fahrer dabeihaben, weil er in der Voruntersuchung weit getropft wird und sollte möglichst seine Kontaktlinsen vorher rausgelassen haben: bei Weichlinsen üblicherweise eine Woche, bei formstabilen Linsen zwei Wochen. Er wird dann bei uns ganzheitlich untersucht, d.h. alle Messgeräte, die zur Verfügung stehen, um die Augen messtechnisch und auch gesundheitlich zu überprüfen, werden genutzt. Die Untersuchung fängt an beim Augenvermessen, über den Augeninnendruck, verschiedene Screeningtests des visuellen Systems, bis hin zur genauen, ganzheitlichen Vermessung der Hornhautgeometrie und der Augenlänge. Es wird alles an möglichen Daten erfasst und die Gesamtheit aller Daten analysiert. Man schaut sich den Gesundheitszustand des Patienten an, ebenso die Netzhaut, und wenn alles passt, wird entschieden, ob der Patient für eine Operation geeignet ist oder nicht.

Gibt es Contoura Vision Langzeit-Erfahrungswerte?

Marc Driesen: Es wurde eine Studie mit kurzsichtigen Patienten und auch kurzsichtigen Patienten, die eine Hornhautverkrümmung haben, durchgeführt. In der Studie konnten erstaunliche Ergebnisse präsentieren werden, was zum Beispiel die Blendempfindlichkeit oder Lichtkranzeffekte, sogenannte Halos, angeht. Diese Effekte konnten durch die Contoura Vision LASIK reduziert werden. In 30 Prozent der Fälle konnte sogar eine bessere Sehleistung als vor der OP mit Brille oder Kontaktlinse erreicht werden. Die Weiterempfehlungsrate betrug in der Studie knappe 98 Prozent.

Wem würden Sie MediDate empfehlen?

Marc Driesen: Ich würde sagen, dass es vorteilhaft ist, dass die Patienten eine erste Anlaufstelle haben, wo sie sich Informationen einholen können und wo sie auch schon hinsichtlich der Möglichkeiten beraten werden. Die Patienten können sicherstellen, dass sie definitiv ein Qualitätsinstitut zugewiesen bekommen, weil MediDate nur mit Qualitätsinstituten zusammenarbeitet.

Wer sollte MediDate nutzen?

Marc Driesen: Unentschlossene Patienten und Patienten, die eine erste Anlaufstelle brauchen, wo die Frage lautet, ob sie überhaupt in Frage kommen, und Patienten, die nicht wissen, welches Institut in ihrer Nähe gut ist.