eHealth MediDate GmbH

Riskante Selbstversuche: Warum man sich Hyaluronsäure nicht selber spritzen sollte

Minimalinvasive Verfahren innerhalb der Schönheitschirurgie, wie Unterspritzungen, gehören zu den beliebten Anti-Aging-Methoden, die sich bereits seit Jahren etabliert haben, mit wachsendem Trend. Sei es Botox oder Hyaluron – diese beiden Substanzen liegen weit vor allen anderen Fillern und werden am häufigsten bei der Faltenbehandlung im Gesicht eingesetzt.

Gerade die positive Wirkungsweise von Hyaluron, die aufgrund ihrer Eigenschaften auch risikoarm ist, kann schnell zu effektiver Faltenreduktion führen, die durchschnittlich bis zu einem halben Jahr nach Anwendung anhält. Sie ist auch das übliche Mittel zur Lippenaufspritzung, die, wenn sie fachgerecht angewandt wird, schöne und harmonische Ergebnisse liefert.

Insgesamt ist nur durch die fachkundige Injektion von Hyaluronsäure ein niedriges Komplikationsrisiko gewährleistet. Doch leider greifen Menschen selbst gerne zu den Spritzen, die frei verkäuflich sind und unterliegen im Selbstversuch großen Enttäuschungen, die sichtbar ans Tageslicht treten.


Für Ihr individuelles Angebot

Hatten Sie bereits eine Schönheits-OP?

Für Ihr individuelles Angebot

Was wäre für Sie das wichtigste Kriterium bei der Klinikauswahl?

Für Ihr individuelles Angebot

Wie lang darf der Anfahrtsweg zur Klinik sein?

Für Ihr individuelles Angebot

Wann soll die Operation stattfinden?

Für Ihr individuelles Angebot

Sind Sie an einer Finanzierung interessiert?

Für Ihr individuelles Angebot

Wie sind Sie krankenversichert?

Sehen Sie jetzt das aktuelle Angebot in Ihrer Nähe.

Ich stimme den Datenschutzbestimmungen und AGB zu

Behandlungen die Sie interessieren könnten:

Hyaluronsäure - ein effektives Anti-Aging-Mittel

Hyaluronsäure gilt als eine Wunderwaffe im Anti-Aging-Bereich. Sie existiert als körpereigene Substanz und ist chemisch betrachtet eine Kette aus Zuckermolekülen, mit der Eigenschaft Wasser zu binden. Das führt zu dem Umstand, dass sie sowohl in der Medizin (im Rahmen von Gelenktherapien) als auch in der ästhetischen Medizin bzw. Kosmetik zum Zuge kommt. Hyaluronsäure bewirkt durch seine feuchtigkeitsspendende sowie feuchtigkeitsbindende Eigenschaft ein pralles und strahlendes Erscheinungsbild der Haut. Daher ist sie in der Faltentherapie oder auch zur Steigerung des Lippenvolumens optimal einsetzbar.

Sie hat im Alltag schon lange Einzug gehalten: Seit vielen Jahren ist Hyaluronsäure in speziellen Hautpflegeprodukten, wie z.B. in Anti-Aging Cremes und Seren enthalten. Der Kontakt mit dieser Substanz ist daher vollkommen üblich und wird häufig zur Schönheitspflege verwendet. Ein Umstand, der dazu führt, dass sie als harmlos betrachtet wird und der Endverbraucher keine Bedenken bezüglich seiner äußeren Anwendung haben muss. Nur reicht eine Creme oder ein Serum nicht immer aus, um die tieferen Zeichen der Hautalterung zu überdecken. Die ästhetische Medizin kann durch gezieltes Injizieren hochkonzentrierter Hyaluronsäure Falten für einen bestimmten Zeitraum aufpolstern, ehe die Substanz vom Körper wieder abgebaut wird.

Fachgerechte Injektion von Hyaluronsäure

Das Unterspritzen von Hyaluronsäure erfordert viel Sachkenntnis. Eine Faltenunterspritzung oder Lippenvergrößerung ist per se die Implantation eines Füllstoffes unter die Haut, die vom Gesetzgeber als Heilbehandlung eingestuft wird. In Deutschland ist die gesetzliche Mindestanforderung für gewerbsmäßige Unterspritzungen eine erfolgreich abgelegte Heilpraktikerausbildung, um die Behandlung legal anbieten zu können. Für ein gewerbliches Angebot von Unterspritzungen beim Menschen muss man Arzt, Zahnarzt oder Heilpraktiker sein. Häufige Unterspritzungen durch Kosmetikerinnen, die keine Prüfung zur Heilpraktikerin abgelegt haben, erfolgen nicht legal und sind strafbar.

Trotz dieser Umstände findet nicht jeder den Weg zum Arzt oder Heilpraktiker, die für die Injektion geschult sind und vor dem Eingriff ein notwendiges Aufklärungsgespräch führen und über Risiken und Nebenwirkungen informieren. Stattdessen sind Hyaluronsäurespritzen als Markenprodukte rezeptfrei zu erhalten. Die Kosten sind, verglichen mit einer professionellen Behandlung beim Arzt oder Heilpraktiker, niedriger, aber es erfordert nicht nur eine geringe Hemmschwelle, sich die Fertigspritze selbst zu injizieren. Auch sollte man sich über die falsche Handhabung und die daraus potentiell negativ resultierenden Ergebnisse bewusst sein, auch wenn diverse Videos, besonders aus dem amerikanischen Raum, anschauliche Anleitungen zur Selbstinjektion bieten. Auch detailreiche Beschreibungen in Forenbeiträgen können eine fachgerechte Anwendung durch den Arzt oder Heilpraktiker nicht ersetzen. Ein Selbstversuch ist und bleibt stets riskant.

Risiken einer Selbstanwendung mit Hyaluronsäure-Spritzen

Grundsätzlich geht durch die Hyaluronsäure keine Gefahr aus, da sie keine Allergien oder Abstoßungsreaktionen auslöst. Durch den Prozess der Unterspritzung selbst werden jedoch kleinere Blutgefäße verletzt, sodass es bspw. zu blauen Flecken (Hämatomen) und Verkapselungen, die in Form von Knötchen auftreten, kommen kann.
Eine Unterspritzung sollte nur mit so viel Druck ausgeführt werden, dass es die Blutversorgung nicht gefährdet. Von einer laienhaften Durchführung der Injektion ist daher abzuraten. Ohne ausreichende Kenntnis und Erfahrung kann sich eine Selbstunterspritzung schnell zu einem optischen, aber auch schmerzhaften Übel entwickeln. Die vermeintliche Kostenersparnis, die auf der einen Seite durch den privaten Kauf des Präparats erzielt wurde, kann auf der anderen Seite durch den Besuch beim Facharzt wegen Komplikationen wesentlich höher ausfallen, sodass der erste Weg zum Spezialisten am Ende wesentlich günstiger ausgefallen wäre.

Hochstabilisierte Hyaluronsäure ist in der Haut tastbar. Es sollte bei einer Unterspritzung so angeordnet werden, dass entstehende ‚Knötchen‘ nicht sichtbar sind. Große Mengen von Hyaluronsäure an einem begrenzten Ort können einer unkomplizierten Integration in das körpereigene Gewebe im Weg stehen und eine Verkapselung verursachen. Länger bestehende sichtbare Knubbel können aber mittels Hyaluronidase aufgelöst werden.
Eine zu oberflächliche Injektion kann durch Reflexion verschiedene Farben annehmen. Die Hämatome, die sich bilden können, wenn sie vom Körper nicht komplett abgebaut werden, entwickeln dann eine permanente bläuliche oder bräunliche Verfärbung der Haut. Außerdem kann eine zu oberflächliche Unterspritzung durch eine örtliche Durchblutungsminderung vorübergehend eine hellere Haut im Sinne einer weißlichen Verfärbung hinterlassen.

Mögliche Risiken und Probleme durch Selbstanwendung

  • Bildung von Wülsten, Knötchen und Unebenheiten
  • Fehlerhafte Anwendung: zu tiefes oder zu flaches Spritzen
  • Gefahr der Überkorrektur, z.B. Schlauchbootlippen
  • Entzündungsgefahr bei unhygienischer Anwendung
  • Bei unsachgemäßer Anwendung: kostspielige Korrekturen

Auch sollte man von verlockenden Hyaluron-Party-Angeboten Abstand nehmen, die im Stil von Tupperware-Partys durchgeführt werden. Zunächst klingt es nach einer angenehmen Veranstaltung mit Snacks und Getränken, die eine Verjüngungskur integriert. Meist sind es jedoch die Rahmenbedingungen und die unsachgemäße Handhabung der Injektionen, die zu Problemen führen können, da generell in privaten Wohnräumen oder auch in Kosmetikstudios keine sterilen Bedingungen garantiert werden können, sodass die Folgen für den Behandelten nicht absehbar sind.

Fazit

Jedem bleibt es natürlich selbst überlassen, sich für einen Weg der Unterspritzung zu entscheiden. Es bleiben die Risiken in Selbstanwendung zu bedenken, die der Verbraucher letztlich selber trägt.
Für schöne, langanhaltende und harmonische Ergebnisse sind Ärzte wie auch Heilpraktiker die erste Adresse. Man kann ein Zimmer selbst tapezieren, aber der Profi macht es schneller, nicht viel teurer aber besser und ein Gesicht sollte keinesfalls aussehen wie “selbst tapeziert” – langfristige und zufriedenstellende Verschönerungen durch Unterspritzungen lassen sich nunmal nur mit jahrelanger Übung und Fachkenntnis der entsprechend geschulten Berufsgruppen erreichen.