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Bloggerspecial: Der After-Baby-Wohlfühl-Body

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Die Geburt eines Kindes ist ein großer Einschnitt im Leben einer Frau, der viele Veränderungen mit sich bringt. Nicht nur das Leben und der Alltag verändern sich, sondern auch der Körper. Alles dreht sich erst einmal um das Neugeborene, während das eigene Wohlbefinden und die Attraktivität zunächst in den Hintergrund rücken. Viele Mütter fühlen sich nicht mehr wohl in ihrem Körper und wünschen sich ihre alte Figur zurück – vor allem Frauen, die stets auf ihre Figur und ihr Äußeres geachtet haben. Gerade, wenn das Bindegwebe stark gelitten hat, ist die alte Topform durch Sport und Diät allein oft nur schwer zu erreichen.

Warum nicht also auch operativ nachhelfen? Noch nie war die Debatte um den sogenannten After-Baby-Body so groß: Die einen können die körperlichen Abstriche durch das Mutterglück verschmerzen und akzeptieren, andere Frauen wiederum leiden unter dem veränderten Körper und möchten sich mit den Spuren der Schwangerschaft nicht abfinden. Wir haben sowohl Mama-Bloggerinnen als auch erfahrene Experten aus den Bereichen Gynäkologie, Fitness, Psychotherapie und Geburtshilfe nach ihren Meinungen zu diesem Thema gefragt.

Teil 1: So denken Mama-Bloggerinnen

Meine Familie ist für mich das Wichtigste. Optisch wohlfühlen möchte ich mich trotzdem.

„Natürlich sind mir meine zauberhaften Kids und mein Mann das Wichtigste auf der Welt. Dass ich in meiner Rolle als Mutter so leidenschaftlich aufgehe, hätte ich früher selbst nicht gedacht. Trotzdem ist es mir persönlich wichtig, dass ich mich auch optisch wohl in meiner Haut fühle. Regelmäßige Körperpflege, schöne Klamotten und ein bisschen Sport gehören für mich dazu.

Ich habe mal einen Artikel über eine Mutter gelesen, die nach dem Stillen ihrer drei Kinder nahezu gar keine Brüste mehr hatte und unendlich darunter gelitten hat. In diesem Fall fände ich eine Schönheitsoperation nach ärztlicher Beratung persönlich völlig in Ordnung, da Kinder eine zufriedene Mutter brauchen. Auch wenn innere Werte einen Menschen ausmachen, so darf man die äußeren trotzdem unterstreichen.”

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Elischeba

Auch wenn Familie an erster Stelle steht, sind ihr Mode und Schönheit trotzdem wichtig, denn sie findet, dass Mütter ruhig auch an sich selbst denken sollten. Als langjähriges Model bloggt sie über Mode, den Alltag und das Reisen mit Kindern.
Blog: model-und-mama.de



Nach einer Geburt ist eine Frau immer noch Frau. Schönheit, Auftreten und Ästhetik spielen auch weiterhin eine Rolle.

„Ich habe nie verstanden, warum in der Diskussion um Schönheit, Auftreten Ästhetik, Pflege und Selbstbewusstsein überhaupt ein Unterschied zwischen Frau und Mutter gemacht wird. Und warum sich eine Mutter für ihr Bedürfnis nach einer bestimmten Optik schämen oder gar dafür rechtfertigen muss. Nach einer Geburt ist eine Frau immer noch Frau und sollte sich wohl fühlen, ganz egal, wie sie das für sich selbst definiert. Dabei ist in meinen Augen auch jeglicher Weg, den sie dafür wählt, legitim: ob über Sport, Diäten oder plastische Chirurgie.

Es wird immer Kritiker geben, wichtig ist deshalb nur, dass die Mutter ihre Entscheidung mit sich selbst und im Kreise ihrer Familie gut abwägt, etwaige Risiken bedenkt, sie im Kontext ihrer Verantwortung und Vorbildfunktion als Mutter beleuchtet und schließlich voll hinter ihrer Entscheidung steht. Und wenn sie am Ende der Reise endlich glücklich ist, hat sie alles richtig gemacht.”

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Yavi

Die freie Journalistin lebt mit Mann und Baby im schönen Edinburgh. Auf ihrem Blog teilt sie eigene Rezepte, Workouts, Fitnesstipps, Produktbewertungen, Outfits, Reiseberichte, Lifestyle-Themen und Alltagsgeschichten.
Blog: mama-moves.de



Nach zwei Schwangerschaften hatte sich meine Figur stark verändert. Der Eingriff war für mich ein Stück Lebensqualität.

„Ich bin selbst zwei Mal durch diese schwierige Phase nach der Schwangerschaft gegangen. Ein Teil meiner Figur hatte sich durch die zwei Schwangerschaften so verändert, dass es mich im Alltag gestört und auch teilweise behindert hat. Ich habe sehr gelitten. Nach meiner zweiten Schwangerschaft habe ich dann auch einen Eingriff vornehmen lassen. Denn manchmal kann man mit Sport und einer Ernährungsumstellung alleine die alte Figur nicht wiedererlangen. Dann kann man erwägen, wie wichtig einem ein ästhetischer Eingriff ist. Für mich war es kein Eingriff, der nur meine Eitelkeit befriedigte, nein, er trug stark zu meiner Lebensqualität bei.

Ich kann mich erinnern, wie alleingelassen ich mich zunächst gefühlt habe, denn für die meisten anderen Mütter, die ich kannte, hat das Thema Figur auch schon vor der Schwangerschaft keine große Rolle gespielt. Irgendwann lernte ich im Fitness-Studio auch anders gesinnte und sehr offene Mütter kennen, die ebenso nicht akzeptieren wollten, dass die Figur nach einer Schwangerschaft ‘hinüber’ ist und die auch selbst Verbesserungen vornehmen lassen wollten oder haben – sei es Brust-OP oder Fraxel Laser gegen Dehnungsstreifen. Das hat mich sehr erleichtert. Ich finde es sehr wichtig, sich als Frau nicht zu verlieren, auch wenn man nun Mutter ist.

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Dorota

Die Bloggerin schreibt über Mode, Ernährung und Fitness und das Leben. Mit Mut zur Ehrlichkeit und Lebensfreude möchte sie Gleichgesinnte inspirieren, das Leben zu genießen, sich als Frau schön zu fühlen und die eigene Weiblichkeit zu feiern.
Blog: nowshine.de



Wenn das überstrapazierte Gewebe Schmerzen und Einschränkungen verursacht, ist ein Eingriff sogar notwendig.

„Schönheits-OPs finde ich grundsätzlich nicht unbedingt erstrebenswert, da es viele andere Möglichkeiten gibt, seinen Körper fit zu halten oder mit Hilfe von Kosmetik zu modifizieren. Ist die Haut oder das Bindegewebe nach einer Schwangerschaft aber dermaßen überstrapaziert, dass man körperliche Probleme und Schmerzen hat oder so eingeschränkt ist, dass man nicht mehr ins Schwimmbad gehen kann, dann finde ich einen Eingriff nicht übertrieben und sogar notwendig.

Ich persönlich habe ein gesundes Maß an Sport gefunden, das ich in meinen Alltag integrieren kann. Auch ich verbringe nicht mein Leben im Sportstudio, sondern gehe 1-2 Mal die Woche zwischen Kita und Arbeit für 45 Minuten, manchmal sogar nur 30 Minuten – wie es halt passt. Wenn es allerdings um irreversible Schwangerschaftsfolgen geht, verstehe ich total, wenn sich die ein oder andere so unwohl damit fühlt, dass sie über einen plastischen Eingriff nachdenkt.”

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Isa

Als Herz und Seele des Berliner Müttermagazins, möchte sie mit den Vorurteilen über Macchiato-Mamas aufräumen und moderne Mütter ansprechen, die frei über ihr Leben entscheiden, flexibel bleiben und Spaß an gutem Stil haben.
Blog: hauptstadtmutti.de



Frauen sollten sich nach der Geburt wieder schön fühlen können. Wenn's alleine nicht geht, warum nicht nachhelfen?

„Ich habe selbst bereits mit 16 Jahren mein erstes Kind bekommen: aus einem Teenager mit 50 kg wurde damals eine junge Mutter mit 70 kg. Ich brauchte sehr lange, um wieder meine Wohlfühl-Figur zu erreichen. Ich finde es sehr wichtig, dass Frauen sich nach der Geburt wieder schön fühlen. Und, dass, sofern sie es alleine nicht schaffen, sie sich auch chirurgische Hilfe holen, mit einer Brust- oder Bauch-Straffung zum Beispiel.

Junge Mütter genießen zunächst einen gewissen ‘Welpenschutz’ – ihre Figur ist noch rundlich und niemand nimmt ihnen das übel. Trotzdem möchte sich auch eine Mutter irgendwann wieder wohl in ihrem Körper fühlen, auch wieder attraktiv für den Partner und die Mitmenschen sein. Und natürlich für sich selbst. Eine Mutter, die happy ist, ist doch mit Sicherheit eine zufriedenere Person als eine, die ihr Spiegelbild nicht mag. Zufrieden und im Einklang mit dem Körper sein ist meiner Meinung nach sehr wichtig.”

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Marion

Die Friseurmeisterin mit eigenem Salon und Mutter zweier erwachsener Kinder genießt ihr Leben auf dem Land – Beauty spielt dennoch eine große Rolle. Für ihren Blog ist sie daher ständig auf der Suche nach Kosmetik- und Mode News.
Blog: beauty-and-pastels.de



Wichtig ist es, glücklich zu sein. Wenn dafür ein Umweg über die Schönheitsfarm gemacht werden muss, ist das auch ok.

„Spieglein, Spieglein an der Wand.. Ja aber es war ja auch nur die Stiefmutter, der ihr Aussehen wichtig ist. Eine liebevolle Mutter, die sich mit Figur-Problemen statt überquellenden Windeln herumschlägt, hat eindeutig zu viel Zeit – von wegen!

Dabei ist es sehr wichtig, ob sich Mama wohl in ihrem Körper fühlt, weil sie dem milchsaugenden Wunder nicht nur reichhaltige, sondern auch glückliche Milch geben will. Nach gefühlten 4 Jahren, in denen ich drei Kinder gestillt habe, ist der einzige Verlust, den ich zu verzeichnen habe, der an meiner Oberweite. Daher habe ich schon öfter über eine Brust-OP nachgedacht. Denn meiner Meinung nach ist eine glückliche Mutter das Beste für ein Kind. Und wenn sie dafür einen Umweg über die Schönheitsfarm machen muss, finde ich das völlig legitim.”

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Janine

Auch eine Ronja Räubertochter wird mal erwachsen und somit zur Räubermutter. Zwischen Familienleben, Wahnsinn, Babyspielzeug, Studium und ehelichen Pflichten hält die Berlinerin alle Eindrücke auf ihrem Mama-Blog fest.
Blog: ronjaräubermutter.de/blog



Ein Kind zu bekommen bedeutet nicht, dass das eigene Erscheinungsbild gleichgültig wird.

„Nach der Geburt meiner Tochter hatte ich ca. 12 Kilo mehr Gewicht auf der Waage als vor der Schwangerschaft. Natürlich hatte ich zuhause mit meinem Baby viel um die Ohren. Trotzdem litt ich sehr unter meinem Gewicht und es war mir sehr wichtig, möglichst schnell meine alte Figur zurückzubekommen. Ich habe es geschafft, mein altes Gewicht nach einigen Wochen annähernd wieder zu erreichen. Gott sei Dank blieb ich von Dehnungsstreifen oder hängendem Gewebe verschont.

Es gibt jedoch Frauen, die nach der Geburt eines Kindes mit ausgeleiertem Brustgewebe oder hängenden Hautlappen am Bauch zu kämpfen haben. Ich einem solchen Fall, wenn allein durch Diät oder Sport keine Besserung zu erzielen sind, würde ich persönlich eine Schönheits-OP auf jeden Fall in Erwägung ziehen. Warum auch nicht? Ein Kind zu bekommen bzw. zu haben, bedeutet nicht, dass einem auf einen Schlag der eigene Körper oder das eigene Erscheinungsbild gleichgültig wird.”

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Birgit

Auf ihrem Lifestyle-Blog dreht sich alles um die schönen Dinge im Leben, die auch gestandene Mädels ü40/50 immer noch lieben: Schuhe, Taschen, Mode, Beauty- und Wellnessprodukte.
Blog: fortyfiftyhappy.de



Jeder Mensch hat das Recht, sich in seinem Körper wohl zu fühlen. Den Leidensdruck kann niemand sonst beurteilen.

„Mich wundert es wirklich, dass sich erwachsene Frauen solchen Druck von außen machen lassen, anstatt konsequent und selbstbestimmt ihr Leben so zu leben, wie es ihnen gefällt. Bevor ich Kinder bekam, habe ich mir regelmäßig Gedanken über meine Problemzonen gemacht. Seitdem hat sich meine Sicht verändert: Ich möchte den Kindern ein positives Körpergefühl vermitteln und ihnen vorleben, dass es keinen Sinn macht Schönheitsidealen hinterherzujagen, nur um anderen Menschen zu gefallen. Getreu dem Motto ‘Be who you are, because: those who mind don’t matter and those who matter don’t mind’.

Wenn es die einzige Möglichkeit ist, sich selbst wieder wohl im eigenen Körper zu fühlen, finde ich Beauty-OPs legitim. Wie groß der Leidensdruck ist, kann schließlich niemand sonst beurteilen. Ich habe persönlich die Erfahrung gemacht, dass sich vieles mit Sport, einer gesunden Ernährung und einem gewissen Umdenken in den Griff bekommen lässt – zwar nicht von heute auf morgen, aber nach und nach. Dass der Körper sich im Laufe der Zeit verändert und mit 38 einfach anders aussieht als mit 20, kann ich mittlerweile gut akzeptieren. Immerhin hat er in der Zwischenzeit auch Erstaunliches geleistet.”

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Patricia

Auf Mom´s Blog berichtet die Zweifach-Mama aus dem Ruhrgebiet über ihre Lieblingsrezepte, coole Bastelideen, Reisen mit Kindern und aktuelle Produktempfehlungen, die das Leben einfacher machen.
Blog: moms-blog.de



Gegen einen Eingriff spricht nichts, solange dieser Wunsch nicht von äußeren Einflüssen geleitet ist.

„Die meisten meiner Freundinnen sind Mutter und mit dieser Thematik erstaunlich unterschiedlich umgegangen. Ich denke, das Körpergefühl jeder Frau ist ein anderes. Für manche gehört eine langfristige Veränderung des Körpers mit zur Schwangerschaft, für manche eben nicht. Wenn für Letztere der Leidensdruck hoch ist, spricht doch überhaupt nichts dagegen, sofern Sport allein nicht reicht, auch operativ einzugreifen.

Generell finde ich es nur wichtig, im Vorfeld genau in sich zu hören, was Auslöser des Wunsches nach Veränderung ist. Ist es die Frau selbst bzw. ihr eigenes Empfinden und ein schlechtes Körpergefühl, dann ist meiner Meinung nach alles erlaubt. Ist der Grund für den Wunsch ein äußerer Einfluss (Instagram und die Modelmamas, die in zwei Wochen wieder Gardemaß haben) sollten wir Frauen uns davon nicht unter Druck setzen lassen.”

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Chrissie

Die fashionverrückte Ü-40-Bloggerin aus Hessen zeigt, dass Spaß an Mode keine Frage des Alters ist. Sie hat einen Hang zu ausgefallenem Schmuck und Outfitkombinationen und möchte damit zu ein bisschen mehr Modemut inspirieren.
Blog: die-edelfabrik.de


An dieser Stelle vielen Dank an unsere Bloggerinnen für diese starken Statements!


Im zweiten Teil unseres Artikels lesen Sie die Meinungen erfahrener Expertinnen aus den Bereichen Gynäkologie, Fitness, Psychotherapie und Geburtshilfe zum Thema After-Baby-Wohlfühl-Body.

Hier geht’s zu den Insights unserer Expertinnen